Digitalpolitischer Parteiencheck Der „Bitkomat“ gibt eine Orientierungshilfe zur Digitalpolitik

Autor: Ira Zahorsky

Die Bundestagswahl steht vor der Tür und eines der wichtigsten Wahlkampfthemen ist die Digitalpolitik. Mit dem „Bitkomat“ des Bitkom kann man die eigenen digitalpolitischen Interessen mit den Parteiprogrammen abgleichen.

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Die Digitalpolitik ist 2021 ein wichtiges Wahlkampfthema. Der Bitkomat soll eine Entscheidungshilfe geben.
Die Digitalpolitik ist 2021 ein wichtiges Wahlkampfthema. Der Bitkomat soll eine Entscheidungshilfe geben.
(Bild: © tinyakov - stock.adobe.com)

Der „Wahl-O-Mat“ dürfte vielen Bürgern bekannt sein. Über die internetbasierte Wahlempfehlungsanwendung ist es vor Wahlen möglich, seine politischen Ansichten mit denen der verschiedenen Parteien zu vergleichen. Die Anwendung gibt daraufhin eine Empfehlung aus, mit welcher Partei man am ehesten übereinstimmt.

Da die Digitalpolitik, die unter anderem digitale Bildung, Cyber-Sicherheit und die Verwaltungsdigitalisierung umfasst, einen immer höheren Stellenwert in den Parteiprogrammen einnimmt, hat der Bitkom nun den „Bitkomat“ veröffentlicht. „Die Coronapandemie hat eindrücklich gezeigt, wie wichtig die Digitalisierung in Verwaltung, Wirtschaft, Bildung oder zum Beispiel im Gesundheitswesen ist – und wo es in Deutschland Handlungsbedarf gibt“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. „Mit dem Bitkomaten können die Bürgerinnen und Bürger nun überprüfen, welche digitalpolitischen Aktivitäten die Parteien in der nächsten Wahlperiode in den Mittelpunkt stellen wollen und dies mit ihren persönlichen Präferenzen abgleichen.“

Was ist der Bitkomat?

Der Bitkomat ist wie der Wahl-O-Mat eine internetbasierte Anwendung, die den Usern eine Einschätzung geben soll, welches Parteiprogramm in Bezug auf die Digitalisierung am ehesten den eigenen Ansichten entspricht. Dazu hat der Bitkom vorab Stellungnahmen von den im Bundestag vertretenen Parteien angefordert, wobei CDU und CSU gemeinsam geantwortet haben.

Die User werden zu 29 politischen Themen aus den Bereichen Politik & Verwaltung, Wirtschaft & Arbeit, Alltag & digitales Leben, Bildung & Teilhabe, Sicherheit & Datenschutz sowie Infrastruktur & Souveränität abgefragt. Der Bitkomat vergleicht anschließend die persönliche Präferenz mit den Antworten der Parteien und zeigt am Ende, welche Parteien den eigenen Vorstellungen wie stark entsprechen.

Wissenschaftlich begleitet wird der Bitkomat von der NRW School of Governance, einer Einrichtung der Universität Duisburg-Essen. Dort entsteht eine wissenschaftliche Kontextualisierung der Parteiangaben, um die der Bitkomat knapp zwei Monate vor der Wahl noch erweitert wird.

Der Wahl-O-Mat für die Bundestagswahl 2021 ist ab dem 2. September 2021 online.

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Über den Autor

 Ira Zahorsky

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Redakteurin und Online-CvD, IT-BUSINESS