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Zu starke Beschneidung der IT-Budgets hemmt Produktivität Der Aufschwung kommt – es wird Zeit zu handeln

| Autor / Redakteur: Joachim Benner / Katrin Hofmann

Die deutsche Wirtschaft befindet sich auf dem Weg der Genesung. Allerdings ist es noch ein weiter Weg, bis die Krise endgültig überwunden ist.

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Joachim Benner, Research Analyst, IDC
Joachim Benner, Research Analyst, IDC
( Archiv: Vogel Business Media )

Viele Unternehmen halten sich daher vorerst noch mit Investitionen zurück und setzen darauf, in 2010 weiterhin die Kosten zu senken. Dies gilt insbesondere auch für die Informationstechnologie (IT). Nicht nur im kommenden Jahr heißt die Devise für CIOs: Kosten einsparen, standardisieren und konsolidieren.

Was jedoch in der Krise einerseits sinnvoll erscheinen mag, kann sich allerdings als Bremsschuh im nahenden Aufschwung erweisen. Wer die IT zu rigoros beschneidet und Investitionen auf ein Minimum zurückfährt, verliert schnell seine Innovationsfähigkeit und riskiert unter Umständen einen Rückgang der Produktivität.

Um nicht von der Konkurrenz abgehängt zu werden, ist es also entscheidend, den Aufschwung nicht zu verschlafen und wieder Geld für IT-Investitionen in die Hand zu nehmen. Denn gezielte Investitionen an dieser Stelle helfen, die Produktivität zu optimieren. Die Produktivitäts-Steigerungseffekte resultieren inzwischen allerdings nicht mehr nur aus reinen Investitionen in die IT. Denn es ist heute nicht mehr ausreichend, einfach nur neue und leistungsfähige Hard- und Software einzukaufen. Vielmehr ist es entscheidend, mit Hilfe der IT Unternehmensstrukturen zu ändern, Innovationen voranzutreiben, neue Geschäftsideen zu entwickeln und Geschäftsprozesse effizienter zu gestalten. Besonders wichtig sind dabei die Bereitschaft und der Wille zu Veränderungen sowie eine enge Verzahnung zwischen IT und Business.

Dies muss jetzt in Angriff genommen werden, denn der Aufschwung steht schon fast vor der Tür. Wer hingegen zu lange zögert, büßt seinen Handlungs- und Gestaltungsspielraum ein und verliert wertvollen Boden gegenüber den Wettbewerbern.

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