Zukunftspfade Digitales Bayern

Demokratische Gestaltung der Informationsgesellschaft

Seite: 3/4

Anbieter zum Thema

Freistaat übt sich in ressortübergreifender Zusammenarbeit

Pschierer: Mit unserer Initiative zur Förderung der Medienkompetenz und dem Ausbau des digitalen Bildungsnetzes im Freistaat wollen wir den Bürgern den sicheren und sachgerechten Umgang mit den digitalen Medien wesentlich erleichtern.

Aufmerksamer, bewusster und verantwortungsvoller Umgang mit der IT gehört heute genauso wie Lesen, Schreiben und Rechnen zu den Kernkompetenzen, die wir unseren Kindern bereits in der Schule vermitteln müssen.

Das Forschungs- und Entwicklungsprojekt „Digitales Bildungs-Netz Bayern“ soll eine zentrale Plattform für das Schul- und Bildungswesen zur Verfügung stellen. Nachholbedarf gibt es beim Internetzugang in den Schulen. Mit dem Digitalen Bildungsnetz Bayern wurde daher bereits der konzeptionelle Rahmen abgesteckt, um infrastrukturell die wirtschaftliche Umsetzung eines IT-gestützten Unterrichts an bayerischen Schulen zu gewährleisten. Natürlich wird die vorhandene technische Ausstattung dabei integriert.

Unser Ziel ist eine moderne digitale und insbesondere offene Lern- und Bildungsinfrastruktur, für die wir andererseits aber auch definierte Standards und einen konzeptionellen Rahmen brauchen. Die Schüler sollen vor dem Hintergrund eines stetig steigenden Informationsangebots lernen, Informationsquellen nach deren Glaubwürdigkeit und Relevanz zu beurteilen und die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Mediengattungen lösungsorientiert einzuschätzen.

Dazu ist es natürlich notwendig, dass die Lehrkräfte an Bayerns Schulen für die Vermittlung von Medienkompetenz qualifiziert werden. Wir arbeiten daher bei der Konzeption Hand in Hand mit den Kollegen aus dem Kultusministerium zusammen und vermeiden so Doppelarbeit und Reibungsverluste.

Natürlich wird in der Studie auch das Thema eGovernment angesprochen. Für den weiteren Ausbau von eGovernment sollen unter anderem die Zielgruppen künftiger Anwendungen genauer identifiziert und die mangelnde Erfahrung vieler Bürger im Umgang mit eGovernment-Lösungen kompensiert werden. Welche Maßnahmen könnten Sie sich zur Umsetzung dieser Vorhaben vorstellen?

Pschierer: Bereits 40 Prozent der Deutschen nutzen eGovernment-Angebote und weitere 39 Prozent planen deren Nutzung. Dazu müssen einerseits möglichst vollständig elektronisch Verwaltungsdienstleistungen für Bürger und Unternehmen, andererseits ein ganzheitliches Informationsmanagement in den Verwaltungen geschaffen werden.

Die Ergebnisse des eGovernment Monitors 2011 zeigen beispielsweise wichtige Anforderungen für die Akzeptanz von eGovernment-Anwendungen: Sicherheit, Zuverlässigkeit, Verständlichkeit, Aktualität, zielgruppengerechte Angebote.

Ein zukunftsweisendes Beispiel ist die „Serviceplattform Digitales Bayern“. Sie ermöglicht dem Bürger, mit einer einmaligen Authentifizierung sämtliche Online-Dienste der bayerischen Verwaltung abzurufen. Das verfügbare Serviceportfolio wird laufend ausgebaut und verbessert. Dieses Projekt ist für mich vorausschauendes eGovernment und ein strategisch wichtiges Projekt für Bayern.

Darüber hinaus müssen für den neuen Personalausweis neue Anwendungen geschaffen werden. In Ingolstadt werden bereits im Echtbetrieb elektronische Dienste in den Bereichen Einwohnermelde- und Kfz-Wesen angeboten. Der weitere Ausbau dieser Serviceplattform wird mit Nachdruck vorangetrieben. Außerdem wird auf Initiative Bayerns ab dem 4. Quartal des Jahres auch die nPA-Nutzung für die elektronische Steuererklärung möglich sein.

Welche Rolle spielt Open Data in den Plänen der bayerischen Staatsregierung?

Jetzt Newsletter abonnieren

Wöchentlich die wichtigsten Infos zur Digitalisierung der Verwaltung und Öffentlichen Sicherheit.

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung.

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung

(ID:33654060)