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gematik unterstützt RKI-Projekt für optimierte Meldewege DEMIS: Corona-Befunde elektronisch übermitteln

| Autor: Julia Mutzbauer

Mithilfe des Deutschen Elektronischen Melde- und Informationssystems für den Infektionsschutz (DEMIS) sollen Laborergebnisse bei übertragbaren Krankheiten wie COVID-19 künftig elektronisch übermittelt werden, damit sie früher vorliegen. Seit April 2020 unterstützt die gematik gemeinsam mit dem Bundesgesundheitsministerium (BMG) das Robert Koch-Institut (RKI) bei der zügigen Umsetzung des Projekts.

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Künftig können Laborergebnisse mithilfe des Deutschen Elektronischen Melde- und Informationssystems für den Infektionsschutz (DEMIS) schneller übermittelt werden
Künftig können Laborergebnisse mithilfe des Deutschen Elektronischen Melde- und Informationssystems für den Infektionsschutz (DEMIS) schneller übermittelt werden
(© Parilov - stock.adobe.com)

Nach den Angaben der gematik haben bereits die ersten meldepflichtigen Labore ihre Meldungen direkt an die zuständigen Behörden gesendet. Dem RKI würden somit die Zahlen positiv getesteter Covid-19-Fälle mehrere Tage früher als bislang vorliegen. Bisher dauerte die Übertragung bis zu zehn Tage, da die Meldungen von den Laboren bislang per Fax an die örtlichen Gesundheitsämter übermittelt wurden. Diese haben dann anschließend die Landesgesundheitsämter informiert. Nun sollen die rund 170 Labore, 400 Gesundheitsämter und das Robert Koch-Institut schrittweise über das neue Meldesystem miteinander verbunden werden.

„Dank des neuen Meldesystems erfährt das Gesundheitsamt sofort, wenn jemand positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Die Zeit des Faxens ist damit endgültig vorbei. So können Infektionsketten viel schneller als bisher nachvollzogen und unterbrochen werden. Jede Stunde weniger Infektionsgefahr ist ein Gewinn beim Kampf gegen das Virus“, bestätigt Bundesgesundheitsminister Jens Spahn.

„Um das DEMIS-Projekt zügig realisieren zu können, hatten wir ein crossfunktionales Team mit ausgewählten IT- und Projektexperten zusammengestellt. Dabei haben wir uns vor allem darauf konzentriert, DEMIS gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen vom BMG, RKI und Fraunhofer FOKUS schnellstmöglich auf den Weg zu bringen, um zunächst die Basismeldewege der Labore zu den Gesundheitsämtern zu entlasten“, erläutert Thomas Jenzen, technischer Projektleiter bei der gematik.

„Digitalisierung spart Zeit und kann so Leben retten – gerade bei einer Pandemie. Mit DEMIS leisten wir einen wichtigen Beitrag, um das Meldeverfahren zu vereinfachen und zu beschleunigen“, betont gematik-Geschäftsführer Dr. Markus Leyck Dieken. „Dass das BMG uns um Unterstützung bei DEMIS gebeten hat, bestärkt uns darin, auf dem richtigen Weg für ein digital vernetztes Gesundheitswesen zu sein. Wir haben das erforderliche technische Knowhow“

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 Julia Mutzbauer

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Redaktion, eGovernment Computing