Green IT zwischen Soll und Haben

Dem Klima zuliebe Energie sparen?

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„Green IT hat den Namen nicht verdient“

Die Geschwindigkeit, die bestehende IT in den Behörden-RZ angesichts der steigenden Energiekosten umzustellen, wird zunehmen. Die Energiekosten werden schon in wenigen Jahren rund die Hälfte des ITK-Budgets verschlingen, alarmieren Analysten. Dr. Jörg Fischer, Leiter für Strategische Geschäftsentwicklung bei der Enterprise Business Group von Alcatel-Lucent in Deutschland, macht dafür gleich zwei Kostentreiber aus, „die steigenden Strompreise sowie die steigende Prozessordichte. Sie erzeugt immer mehr Abwärme, die wiederum durch Energiezufuhr gekühlt oder abgeleitet werden muss“.

Das zweite Beispiel macht aber auch deutlich: „Die Behörden werden dieser Kostenentwicklung nur bedingt entgegensteuern können, weil die IT-Branche selbst den Energieverbrauch durch neue und immer komplexere Hard- und Software nach oben treibt“, schlägt Fischer in die gleiche Kerbe wie Siemund. Angesichts dieser Entwicklung stillzuhalten, wäre aber kurzsichtig. „Dann schlägt, ohne Konsolidierung, Virtualisierung und intelligente Softwarekonzepte, die Kostenfalle voll zu.“ Fischer zeigt auf die IP-Kommmunikationslösung BiCS des eigenen Hauses. „Alle Anwendungen – Sprachkommunikation, Callcenter und Unified Communications – sind auf einem Server vereint. Das spart Strom und Platz.“

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IP-Telefone, die deutlich mehr Strom als digitale Telefone verbrauchten, seien weitere Energie- und Kostenfresser. „Da der Trend zu Voice-over-IP nicht umkehrbar sei, sollten die Entscheider genau darauf achten, welcher Hersteller verbrauchsgünstigere IP-Telefone im Produktportfolio hat“, betont Fischer. Beispielsweise durch ein automatisches Schalten in den Stand-by-Modus zu inaktiven Zeiten könne der Stromkonsum dieser Geräte halbiert werden. „Unified Communications, erweitert um Video-Conferencing und Online-Collaboration, ist eine weitere Möglichkeit, in diesem Fall einen Teil der CO2-generierenden Geschäftsreisen zu umgehen.“

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