GroKo wird bei IT-Infrastrukturen aktiv

De Maizières und Dobrindts IT-Allianzen lösen verhaltenen Jubel aus

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Und auch innerhalb Deutschlands will De Maizière das Thema Netzsicherheit zu einem seiner Arbeitsschwerpunkte machen. Das hatte er nach einem Fachgespräch mit den Chefs der Bundessicherheitsbehörden erklärt.

„Bürger, Wirtschaft und Staat sind immer stärker auf sichere Informationswege angewiesen. Gleichzeitig steigt die Zahl der Angriffe auf das Netz“, bilanzierte de Maizière, da Cyber-Kriminalität, Spionage gegenüber Staat und Wirtschaft und Ausfälle kritischer Infrastrukturen zunehmend ernstzunehmende Bedrohungslagen darstellten.

Widerstandsfähige IT-Infrastrukturen und Netze seien angesichts der Bedrohungslage unverzichtbar. Neben dem Staat seien aber auch andere Akteure gefragt:

„Die Sicherung der Kommunikation und Informationstechnik ist eine gemeinsame Aufgabe von Staat, Wirtschaft und Zivilgesellschaft", hob der Bundesinnenminister hervor.

Auch Alexander Dobrindt setzt mit seiner geplanten Netzallianz auf die Einbindung der Wirtschaft. Gegenüber der Welt am Sonntag hatte der Minister erklärt, um den technologischen Vorsprung Amerikas und Asiens aufzuholen, bedürfe es eines gemeinsamen Kraftaktes von Industrieunternehmen und Politik.

Die Wirtschaftsverbände der IT-Branche reagieren jedenfall schon einmal positiv auf den Vorstoß Dobrindts, verteidigen aber schon mal die Interessen ihrer Mitglieder.

So erklärte der Bundesverband Breitbandkommunikation Breko: „Der Bundesverband Breitbandkommunikation (BREKO) begrüßt den Start der neuen Bundesregierung mit einem um die digitale Infrastruktur erweiterten Verkehrsministerium. Die von Minister Alexander Dobrindt vorgeschlagene 'Netzallianz Digitales Deutschland' kann dabei nach Ansicht des Breko eine wichtige Plattform zum konzertierten Breitband-Ausbau in Deutschland darstellen.

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