So einfach wie eMail, so sicher wie Papierpost

De-Mail startet mit einem Jahr Verspätung

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Und was ist mit dem E-Postbrief?

Nun, die Deutsche Post hat ja bereits angekündigt, dass sie den E-Postbrief vom BSI nach De-Mail-Anforderungen zertifizieren lassen will, wenn es notwendig sei. Nachdem nun verlautete, dass Behördenpost eigentlich nur per De-Mail versandt werden soll, wird die Post wohl die Zertifizierung beantragen. Gleichzeitig wird das Grundangebot aber weiter ausgebaut:

Noch vor dem Sommer 2012 soll der neue Online-Identifikationsdienst E-Postident starten. Voraussichtlich im vierten Quartal des Jahres folgt dann die einfache und sichere Rechnungszahlung über das E-Postbrief-Portal. Zudem hat der E-Postbrief das Datenschutz-Gütesiegel des Unabhängigen Landeszentrums für Datenschutz Schleswig-Holstein erhalten.

„Aktuell verwenden rund 4.000 mittelständische Unternehmen, mehr als 100 Großkunden und eine Million Privatkunden den E-Postbrief. Mit dieser Entwicklung sind wir zufrieden“, sagt Ralph Wiegand, CEO E-Postbrief der Deutschen Post.

Und wie grenzt sich die Post von De-Mail ab?

„Dieser Entwicklung sehen wir ganz entspannt entgegen. Der E-Postbrief ist erprobt und erfolgreich im Markt. Um beispielsweise eine große Versicherung mit hunderttausend Sendungen zu bedienen, muss man die Prozesse dahinter verstehen und wissen, wie komplexe und umfangreiche Sendungsströme gemanagt werden. Das ist unser Kerngeschäft und das hilft uns auch beim E-Postbrief. Doch damit nicht genug: Wir entwickeln den E-Postbrief kontinuierlich weiter.“

Allerdings zitiert „Die Welt“ Ralph Wiegand auch mit diesem Satz: „Wir werden Ende des Jahres Behörden, die nach dem De-Mail-Gesetz kommunizieren müssen, ein Angebot machen.“ Dieser Dienst werde nicht Teil des E-Postbriefes sein. Weitere Details dazu wollte die Post nicht nennen. Wie der De-Mail-Dienst der Post genau aussehen wird, will das Unternehmen erst Ende des Jahres mitteilen.

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