So einfach wie eMail, so sicher wie Papierpost

De-Mail startet mit einem Jahr Verspätung

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Und was kostet jetzt De-Mail?

Da wird es auf den ersten Blick etwas unübersichtlich, allerdings liegen die bisher bekannten Preise deutlich unter dem Briefporto und damit unter dem E-Postbrief.

Mentana-Claimsoft: Der Preis (alle Preisangaben inklusiv Mehrwertsteuer) für den Versand einer De-Mail hängt von der verschickten Datenmenge ab und beginnt bei 33 Cent. Dabei handelt es sich um eine „De-Mail Mini“ bis zu 50 KB. Eine „De-Mail Standard“, mit der der Nutzer De-Mails bis zu 1 MB versenden kann, schlägt mit 39 Cent zu Buche. Gegen Aufpreis ist es möglich, verschiedene Zusatzoptionen auszuwählen, so etwa eine Versand- oder Eingangsbestätigung.

Unternehmen und Behörden bietet Mentana-Claimsoft die Implementierung eines De-Mail-Gateways an. Dieses wird als Software-Element in die bestehende IT-Infrastruktur der Kunden integriert. Für eine Einbindung von bis zu zehn Nutzern kostet das Gateway monatlich zum Beispiel 117,81 Euro. „Das Gateway amortisiert sich bereits, wenn jeder Nutzer pro Monat weniger als zehn De-Mails verschickt“, erläutert Janhoff weiter.

Telekom: Nach der Schnupperphase kann jeder Privatkunde drei De-Mails pro Monat ohne Berechnung versenden. Damit ist für Kunden der Telekom quasi eine Grundversorgung sichergestellt. Jede weitere De-Mail wird dann 39 Cent kosten. „Geschäftskunden können über attraktive Pakete oder mengenabhängige Staffeln deutlich günstigere Versandpreise erzielen.“

Das Angebot für Behörden und Unternehmen ist bereits verfügbar. Diesen bietet die Telekom spezielle De-Mail-Pakete und -dienstleistungen und eine mengenabhängige Staffelung der Versandpreise an. Dazu gehören künftig auch Kombi-Angebote aus De-Mail und Papierpost, bei denen sich die Telekom um den kompletten Schriftverkehr der Kunden kümmert. Bei Papierversand und Zustellung wird die Telekom mit Partnern wie TNT zusammenarbeiten. Großunternehmen bindet die Telekom innerhalb weniger Tage über zentrale Eingangstore (Gateways) an den De-Mail-Dienst an.

United Internet (1&1): Das Unternehmen wirbt bei Privatkunden mit einer einfachen Anbindung von De-Mail an vorhandene Postfächer bei Web.de und GMX. Schwerpunkt des Angebots werden aber kleine und mittlere Unternehmen sein. „Neben einer Domain-Übernahme werden Geschäftskunden verschiedene Möglichkeiten angeboten, wie sich deren Bestandskunden für die Kommunikation mit und über De-Mail Kommunikation gewinnen lassen“, sagt 1&1.

Über die Preise für De-Mail, die voraussichtlich nach Firmengröße und Zahl der Accounts gestaffelt sein werden, schweigt sich 1&1 noch aus. Die Tarife würden „zur Produkteinführung“, also voraussichtlich Mitte des Jahres, genannt. Zudem will das Unternehmen wohl die endgültigen Verrechnungspreise zwischen den De-Mail-Providern abwarten.

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