Synology-Diskstations zur Speicherung von MRT-Daten

Datenstrom aus der Röhre

| Redakteur: Dr. Jürgen Ehneß

IT-Herausforderungen durch neues MRT: Das Medizinische Versorgungszentrum Mittelmosel entschied sich für Synology-Diskstations.
IT-Herausforderungen durch neues MRT: Das Medizinische Versorgungszentrum Mittelmosel entschied sich für Synology-Diskstations. (Bild: Dernbacher Gruppe Katharina Kasper (DGKK))

Im Klinikbetrieb fallen massenhaft Daten an, die gespeichert werden müssen. Das Medizinische Versorgungszentrum Mittelmosel plante die Anschaffung eines neuen MRT-Gerätes. Als Speicherlösung entschied man sich für zwei DS3617xs von Synology.

Das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) Mittelmosel ist eine Einrichtung in Trägerschaft der Katharina Kasper Viasalus GmbH, die zu der Dernbacher Gruppe Katharina Kasper gehört. An mehr als 130 Standorten in den Bundesländern Hessen, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen arbeiten rund 6.300 Menschen – das macht die Gruppe aus. Das Ziel ist es, professionelle und hochwertige Unterstützung in Lebenssituationen zu geben, in denen Hilfe gebraucht wird. Als Krankenhaus der Regelversorgung bietet das Klinikum ein umfangreiches und qualifiziertes Leistungsspektrum zur stationären und ambulanten Gesundheitsversorgung für die Menschen in der Region.

Stein des Anstoßes: die neue MRT-Röhre des Klinikums.
Stein des Anstoßes: die neue MRT-Röhre des Klinikums. (Bild: Dernbacher Gruppe Katharina Kasper (DGKK))

Die Herausforderung

Im MVZ Mittelmosel wird ständig an der Weiterentwicklung der einzelnen Bereiche gearbeitet. In diesem Fall wurde ein neues MRT-Gerät (Magnetresonanztomographie, auch: Kernspintomographie) im MVZ Mittelmosel implementiert. Das moderne MRT erzeugt eine große Menge an neuen Daten und stellt hohe Anforderungen an die IT. Das ursprüngliche Angebotskonzept des MRT-Systems enthielt einen entsprechenden Server mit redundanten Controllern, der den Ansprüchen jedoch nicht gerecht werden konnte und das zur Verfügung stehende Budget stark ausgereizt hätte.

Aus diesem Grund suchte das MVZ Mittelmosel ein budgetfreundliches Speichersystem, das als Grundvoraussetzung eine vollständige und performante Hochverfügbarkeit mit sich bringt, um den Anforderungen als Online-Speicher der Radiologie gerecht zu werden.

Die Lösung

In der Vergangenheit wurden für diverse Projekte bereits kleinere Geräte von Synology eingesetzt, die sich laut Auskunft des Klinikums als zuverlässiger und vielseitiger NAS erwiesen haben. Somit wurden auch Synology-Produkte in die Evaluation neuer Lösungen miteinbezogen und stellten sich letzten Endes als die vielversprechendsten heraus.

Als finale Lösung für das neue MRT-System entschied sich das Klinikum für zwei DS3617xs im SHA-Cluster (Synology High Availability), der als zentraler Speicher in der Radiologie genutzt wird. Die Projektdaten werden direkt vom MRT auf den Cluster geschrieben und im Anschluss von allen Mitarbeitern zur Analyse und weiteren Verarbeitung an den einzelnen Arbeitsplätzen abgerufen.

Trotz der Redundanz des Clusters wurde das Risiko des Datenverlusts und Hardware-Ausfalls noch weiter minimiert, indem beide Systeme räumlich getrennt wurden. Dazu wurden beide Systeme mit Synology-Netzwerkkarten E10G17-F2 SFP+ 10GbE ausgestattet, um zum einen die schnelle Synchronisation der Heart-Beat Verbindung zu gewährleisten und zum anderen in Zukunft das System über 10GbE im Netzwerk anzubinden.

Neben dem SHA-Cluster ist eine weitere DS1618+ als Stand-alone-Lösung für die Sicherung von virtuellen Maschinen, Datenbanken und File-Servern im Einsatz.

Behandlungsraum im Klinikum Mittelmosel.
Behandlungsraum im Klinikum Mittelmosel. (Bild: Dernbacher Gruppe Katharina Kasper (DGKK))

Zuverlässig & hochverfügbar

Alle im Klinikum verwendeten Synology-Systeme laufen seit der Installation Mitte 2018 ohne Ausfälle oder Datenverluste im 24x7/365-Betrieb. Die während der Testphasen simulierten Failover-Szenarien verliefen alle positiv, sodass alle Kernanwendungen kontinuierlich verfügbar blieben.

Die Synology-Geräte verfügen mit dem DSM über eine intuitive Bedienoberfläche, die über den Browser unabhängig vom Client-Betriebssystem ansprechbar ist. Da die Forschungsinstitution vor allem von einer stark heterogenen IT-Landschaft (Mac OS/X, Linux und Windows) geprägt ist, erweist sich die Interoperabilität hier als besonders wertvoll. Die Einrichtung des SHA-Clusters war ebenfalls in wenigen Schritten erledigt und benötigte keine speziellen Kenntnisse.

Die neue Architektur im Klinikum.
Die neue Architektur im Klinikum. (Bild: Synology)

Einfach skalierbar

Auf Grund der einfachen Skalierbarkeit sollen die Synology-Systeme in Hinsicht auf Performance und Kapazität flexibel und zukunftssicher sein. Die 10GbE-Karten konnten mit geringem Aufwand installiert und eingerichtet werden. Wachsende Datenmengen sollen künftig auch kein Problem mehr sein, da genügend freie HDD-Slots zur Verfügung stehen und bei Bedarf Expansionseinheiten angeschlossen werden können.

Tobias Lauterborn, Leiter IT am Klinikum Mittelmosel, fasst zusammen: „Mit der Synology Diskstation DS3617xs haben wir die richtige Entscheidung für den Einsatz in der Radiologie getroffen.“

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