Neues zu Open Government und GIS aus dem BMI Datenportal GovData auf dem Weg in den Regelbetrieb

Redakteur: Manfred Klein

Einen wichtigen Schritt nach vorn wurde mit dem Open-Government-Portal „GovDate“ gemacht. Das Portal steht kurz vor der Aufnahme des Regelbetriebs. Das Bundesinnenministerium (BMI) hat zudem die Verantwortung für das Portal auf die Hansestadt Hamburg übertragen. Neues gibt auch aus dem Lenkungsgremium zum Aufbau einer Geodaten-Infrastruktur.

Firmen zum Thema

Bundesinnenministerium in Berlin
Bundesinnenministerium in Berlin
(Foto: Gerald Viola)

Am 1. Januar ist die Verantwortung für das bundesweite, ebenenübergreifende Datenportal „GovData“ vom Bund auf die Freie und Hansestadt Hamburg übergegangen. Nach fast zweijähriger Erprobungsphase im Rahmen eines Forschungsprojekts übernimmt eine neu eingerichtete, bei der Finanzbehörde Hamburg angesiedelte Geschäfts- und Koordinierungsstelle künftig die Verantwortung für das Datenportal GovData.

Diese soll ab sofort – zusammen mit dem aktuellen technischen Betreiber Fraunhofer Fokus – das Portal betreuen, weiterentwickeln und als zentraler Ansprechpartner für alle Fragen rund um das Portal zur Verfügung stehen. Gleichzeitig wird die Geschäftsstelle die derzeit in der Ausschreibung befindliche Überführung in den technischen Regelbetrieb koordinieren.

Das Datenportal GovData ist ein ebenenübergreifenden Metadatenportal, über das Verwaltungsdaten von Bund, Ländern und Kommunen einfach auffindbar und für eine Weiterverwendung nutzbar gemacht werden können. Hierbei handelt es sich unter anderem um Geo-, Statistik- und Umweltdaten.

Die Finanzierung des Portals teilen sich der Bund und die Länder Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Nordrhein-Westfahlen, Rheinland-Pfalz und Sachsen. Grundlage der Zusammenarbeit sind eine Verwaltungsvereinbarung sowie Beschlüsse des IT-Planungsrats.

Staatsrat Jens Lattmann, Finanzbehörde Hamburg: „Mit der Ansiedlung der Geschäfts- und Koordinierungsstelle GovData wird der Status Hamburgs als 'Transparenzhauptstadt' unterstrichen. Hamburg hat mit der erfolgreichen Umsetzung des Transparenzgesetzes gezeigt, dass in diesem Bereich eine große Kompetenz in der Hamburger Verwaltung vorhanden ist. Ich freue mich, dass der IT-Planungsrat dies offensichtlich genauso sieht und uns mit dieser Aufgabe betraut hat.“

Die Staatssekretärin im Bundes­innenministerium und Beauftragte der Bundesregierung für Informationstechnik, Cornelia Rogall-Grothe, sagte anlässlich der Einrichtung der Geschäfts- und Koordinierungsstelle: „Ich freue mich, dass nun alle Voraus­setzungen geschaffen wurden, um GovData von einem vom Bundesinnenministerium initiierten Prototypen in einen von Bund und Ländern gemeinsam getragenen Regelbetrieb überführen zu können.“

Damit habe t die Bundesregierung auch eine zentrale Verpflichtung ihres Open-Data-Aktionsplans erfüllt, so Rogall-Grothe.

Am 1. Januar hat das Bundesinnenministerium zudem für zwei Jahre den Vorsitz des fachpolitischen Entscheidungsgremiums für den Aufbau der Geodateninfrastruktur Deutschland (Lenkungsgremium GDI-DE) übernommen. Mitglieder sind neben dem Bund auch die Länder und die Kommunalen Spitzenverbände; darüber hinaus wirken Vertreter aus Wirtschaft und Wissenschaft mit.

Geoinformation sind ein wesentlicher Rohstoff einer digitalen Gesellschaft. Ob bei der Reiseplanung, Navigation, Bauplanung oder bei Fragen zur Vorhersage von Sturmausbreitung oder der Krankenversorgung.

Um das nationale Geoinformationswesen zukunftsfähig zu gestalten und die Ziele und Aktivitäten der verschiedenen Akteure abzustimmen, hat das Lenkungsgremium GDI-DE aktuell beschlossen, eine Nationale Geoinformationsstrategie (NGIS) zu entwickeln. Als Ausdruck offenen Regierungshandelns soll die Öffentlichkeit an diesem Entwicklungsprozess beteiligt werden.

Vom 1. Januar 2015 bis Ende Februar 2015 läuft daher das Online-Beteiligungsverfahren zur NGIS. Nach Auswertung und Abstimmung von Bund, Ländern und Kommunen wird die NGIS auf den Internetseiten der GDI-DE veröffentlicht.

Ziel des Online-Beteiligungsverfahrens ist es, möglichst viele Akteure aus Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Open Communities mit einzubeziehen, um deren Bedürfnisse und Anforderungen zu verstehen und diese bei Entscheidungsfindungen zu berücksichtigen.

„Die breite Diskussion trägt zu mehr Transparenz, zu mehr Teilhabe, zu einer intensiveren Zusammenarbeit, zu mehr Innovation und zu einer Stärkung gemeinschaftlicher Belange bei. Nutzen Sie diese Möglichkeit zur Gestaltung des Geoinformationswesen und machen Sie mit!“, so Cornelia Rogall-Grothe.

Hier geht es zum Online-Beteiligungsverfahren zur NGIS.

(ID:43140301)