Blockchain-Lösung

Datenherkunft im Gesundheitswesen essentiell

| Redakteur: Ira Zahorsky

Wo kommen die Daten her, die im Gesundheitswesen beispielsweise für die Forschung genutzt werden, und wie vertrauenswürdig sind sie?
Wo kommen die Daten her, die im Gesundheitswesen beispielsweise für die Forschung genutzt werden, und wie vertrauenswürdig sind sie? (Bild: natali_mis - stock.adobe.com)

Der Wettbewerb „Oh, the Places Data Goes: Health Data Provenance Challenge“ wird vom Department of Health and Humans Services Office of the National Coordinator for Health Information Technology (ONC) veranstaltet. Ziel ist es, innovative und standardisierte Lösungen für die Verbesserung und die Erfassung der Datenherkunft im Gesundheitswesen zu finden.

Gesundheitsdaten legen oft lange Wege zurück, bevor sie ihre Bestimmung erreichen – und werden in Healthcare-Einrichtungen, für Forschung oder von Einzelpersonen genutzt. Daten können konvertiert, abgebildet, zusammengefügt sowie extrahiert, transformiert und geladen werden. Vor diesem Hintergrund ist es essentiell, deren Herkunft zu kennen, um die Quellen und deren Vertrauenswürdigkeit festzustellen. Der Begriff „Provenance“ bezeichnet Metadaten oder Zusatzinformationen über Daten, vor allem wann und von wem die Daten erstellt wurden und ob die Daten während des Informationsaustausches verändert wurden. Dieses Wissen ermöglicht, falsche Informationen und Fehler zu identifizieren und zu korrigieren, wodurch Verbesserungen in der Patientensicherheit und höhere Datengenauigkeit erreicht werden.

Martin Tiani, CEO & President bei Tiani Spirit
Martin Tiani, CEO & President bei Tiani Spirit (Bild: Tiani Spirit)

„Wir sind der Meinung, dass Data Provenance in Zukunft unumgänglich sein wird. Die Nachvollziehbarkeit der Herkunft hängt stark mit der Standardisierung des Datenaustauschs im Gesundheitsbereich zusammen, die Tiani Spirit auch mit seinem Portfolio adressiert“, betont Martin Tiani, CEO bei Tiani Spirit.

Sein Unternehmen formte zusammen mit Forschern der Cyber Security Group der Universität von Southhampton sowie mit Jason Rosenzweig (BSc) das Hyper-eHealth-Team, das mit seinem Blockchain-Lösungsansatz auf Basis der Plattform Hyperledger punkten konnte. Von insgesamt 19 Einreichungen kam das Team unter die vier Besten der ersten Runde. Das White Paper basiert auf bereits existierenden Standards wie dem Sequoia-Projekt und dem Nationwide Health Information Network (NwHIN). Diese werden im Kontext von Blockchain und der Open-Source-Blockchain-Plattform Hyperledger neu interpretiert, um die Datenherkunft effektiv überprüfbar zu machen.

In der nächsten Runde des Wettbewerbs geht es darum, die vorgeschlagene Lösung zu testen und die Learnings zu präsentieren.

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