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DAT/DDS | Digital Data Storage

| Redakteur: Gerald Viola

Digital Data Storage (DDS) ist ein Format für die Speicherung und Sicherung von Computerdaten auf Bändern, die aus der Digital Audio Tape (DAT)-Technologie hervorgegangen ist. DAT

Digital Data Storage (DDS) ist ein Format für die Speicherung und Sicherung von Computerdaten auf Bändern, die aus der Digital Audio Tape (DAT)-Technologie hervorgegangen ist. DAT wurde ursprüngliche für Audioaufnahmen in CD-Qualität erfunden. 1989 haben Sony und Hewlett-Packard das DDS-Format für die Datenspeicherung auf DAT-Bändern entwickelt. Bänder, die dem DDS-Format entsprechen, können auf DAT- und DDS-Bandlaufwerken wiedergegeben werden. Allerdings können DDS-Bandlaufwerke keine DAT-Bänder abspielen, weil sie die Audiospur auf dem DAT-Band nicht erfassen können.

DDS nutzt ein 4-Millimeter-Band. Ein DDS-Band nutzt die Schrägspuraufzeichnung (Helical Scan) für die Aufnahme, wie auch der Videorecorder (VCR). Es gibt zwei Lese- und zwei Schreibköpfe. Die Leseköpfe verifizieren die geschrieben (aufgenommenen) Daten. Sind Fehler vorhanden, schreiben die Schreibköpfe die Daten erneut. Wenn eine Datei von einer Sicherung wiederhergestellt wird, liest die Wiederherstellungssoftware das Dateiverzeichnis vom Anfang des Bandes, spult das Band zum Speicherort der Datei, verifiziert die Datei und schreibt sie dann auf die Festplatte. DDS kann keine gesicherten Daten dort speichern, wo sie ursprünglich aufgenommen wurden. Im Allgemeinen erfordert DDS eine spezielle Software zur Steuerung der Speicherung und Wiederherstellung von Daten auf und von DDS-Bandlaufwerken.

Es gibt inzwischen die sechste Generation der DDS-Technik, auch wenn Hewlett-Packard eigentlich nach der fünften Generation schon die Produktionseinstellung verkündete. Die Technik ist trotz zahlreicher Probleme des zu schmal geratenen Magnetbandes und unzureichender Speicherkapazität bislang ein Verkaufsschlager gewesen.

  • DDS-DC (DDS-1): Speichert bis zu 2 Gigabytes unkomprimierte Daten auf einem 90-Meter-Band bei einer Geschwindigkeit von 180 KByte/s.
  • DDS-2: Speichert bis zu 8 Gigabytes an unkomprimierten Daten auf einem 120-Meter-Band bei einer Geschwindigkeit von maximal 750 KByte/s.
  • DDS-3: Speichert bis zu 12 Gigabytes an an unkomprimierten Daten auf einem 125-Meter-Band und erreicht Geschwindigkeit von 1,5 MByte/s. DDS-3 nutzt PRML (Partial Response Maximum Likelihood). PRML eliminiert elektronisches Rauschen für eine saubere Aufnahme der Daten.
  • DDS-4: Speichert bis zu 20 GB an Daten auf einem 150-Meter-Band und erreicht Geschwindigkeiten von 3,0 MByte/s.
  • DDS-5 (DAT72): Speichert bis zu 36 GB an Daten auf einem 170-Meter-Band und erreicht Geschwindigkeiten von 3,0 MByte/s.
  • DDS-6 (DAT160): Speichert bis zu 80 GB an Daten auf einem 170-Meter-Band und erreicht Geschwindigkeiten von 13,8 MByte/s.

Ein DDS-Band muss offiziell nach 2.000 Schreiboperationen oder 100 Vollsicherungen ausgetauscht werden. Da die Köpfe einen starken Abrieb verursachen, sollten DDS-Bandlaufwerk alle 24 Stunden mit einem Reinigungsband gereinigt werden. Das Reinigungsband ist nach 30 Reinigungsläufen zu ersetzen. Die erwartete Lebensdauer der DDS-Bänder wird mit zehn Jahren angegeben.

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