Kommunen und Länder verlangen vermehrt nach GIS-Anwendungen

Dataport reagiert mit Kooperation auf steigende Nachfrage

| Autor: Manfred Klein

Die Zusammenarbeit zwischen dem Hamburger Landesbetrieb für Geoinformation und Vermessung (LGV) und dem IT-Dienstleister Dataport soll es ermöglichen, ​Geodaten länderübergreifend zu nutzen
Die Zusammenarbeit zwischen dem Hamburger Landesbetrieb für Geoinformation und Vermessung (LGV) und dem IT-Dienstleister Dataport soll es ermöglichen, ​Geodaten länderübergreifend zu nutzen (© Kara – stock.adobe.com)

Der Hamburger Landesbetrieb Geoinformation und Vermessung (LGV) sowie der IT-Dienstleister Dataport werden künftig das Open-Source-Geoportal (Masterportal) des LGV gemeinsam weiterentwickeln. Eine entsprechende Kooperationsvereinbarung haben die Geschäftsführer der Institutionen, Rolf-Werner Welzel und Dr. Johann Bizer, im September unterzeichnet, wie Dataport jetzt bekanntgab.

Hintergrund für die Kooperation ist die wachsende Nachfrage von Kommunen, Landesverwaltungen und Unternehmen. Grundidee des Open Source Geoportals ist es, Geodaten unkompliziert länder- und fachübergreifend nutzen zu können.

Das Open-Source-Geoportal des LGV steht seit 2014 als Masterportal zur Verfügung. Es kommt zum Einsatz, wenn webbasierte Karten eingesetzt werden sollen. In Hamburg nutzt zum Beispiel der Melde-Michel – eine Anwendung mit deren Hilfe Bürger Schäden melden können – die Karten des Geoportals. Wer einen Schaden melden will, gibt einfach die Adresse in die interaktive Karte ein. Auch wer sich über die Standorte von Schulen oder über die verschiedenen Schutzgebiete der Stadt informieren will, greift auf das digitale Kartenmaterial des Geoportals zu.

Rolf-Werner Welzel, Geschäftsführer des LGV: „Gemeinsam mit Dataport wollen wir Landes- und Kommunalverwaltungen dabei unterstützen, ihre Geodaten digital nutzbar zu machen. Und zwar, und das ist entscheidend, fach- und länderübergreifend. Das von uns entwickelte Masterportal ist die geeignete Basis dafür.“

Das Portal basiert auf Open-Source-Software und steht als Masterportal allen zur Verfügung, die es nutzen wollen. Neben Hamburg setzen es unter anderem München, Berlin, Frankfurt, Remscheid und Schwerin ein. Aber auch kleine Kommunen und Landkreise wie Harburg, Stormarn, Ludwigslust-Parchim partizipieren schon von der Nachnutzung. Weitere Städte und Kommunen, darunter Wien, Köln und Krefeld, zeigen Interesse am Portal.

Wer das Hamburger Geoportal einsetzt, spart sich nicht nur die Kosten für eine Eigenentwicklung. Mithilfe des Masterportals sollen Öffentliche Verwaltungen schnell ihre eigenen Geodaten visualisieren und in verschiedene Anwendungen einbinden können. Allein in Hamburg kommt das Portal mehr als sechzig Mal für unterschiedliche Themen wie Bauen und Wohnen, Umwelt, Gesundheit und Verkehr zum Einsatz.

Ideen und Anforderungen der Nutzer sollen bei der Weiterentwicklung des Portals berücksichtigt werden. Ziel sei es, so ist von Dataport zu hören, eine breite Community aufzubauen, die gemeinsam die Weiterentwicklung vorantreibe.

Dr. Johann Bizer, Vorstandsvorsitzender Dataport: „Mit dem Open-Source-Geoportal des LGV steht allen Verwaltungen eine kostengünstige Alternative zu herkömmlichen Lösungen zur Verfügung. Gerade die Idee einer Community, die gemeinsam mit ihren Ideen und Anforderungen das Portal weiterentwickelt, überzeugt. So arbeiten wir in der digitalen Gesellschaft zusammen.“

Der LGV als Spezialist für die webbasierte Integration und Darstellung urbaner Daten ist Ansprechpartner für Kommunen und Verwaltungen, die Implementierungspartner werden möchten. Des Weiteren ist der LGV federführend zuständig für die Integration von Weiterentwicklungen in den Masterquellcode des Portals sowie für die Bereitstellung einer sofort einsatzfähigen, qualitätsgeprüften Softwarelösung.

Dataport als IT-Dienstleister für die Öffentliche Verwaltung übernimmt in der neuen Partnerschaft den technischen Support und entwickelt die Software entsprechend der spezifischen Anforderungen der Nutzer weiter. Dataport hat angekündigt, das Masterportal künftig standardmäßig als Geoschnittstelle in Fachverfahren, die auf Open Source basieren, einsetzen zu wollen.

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