Nationaler IT-Gipfel

Dataport entwickelt Modell für „Government as a Service“

| Redakteur: Manfred Klein

Industrie 4.0 ist eines der zentralen Themen des Nationalen IT-Gipfels
Industrie 4.0 ist eines der zentralen Themen des Nationalen IT-Gipfels (Bild: © Mimi Potter - Fotolia)

Dataport, ein Full Service Provider für Informationstechnik der Verwaltung, will einen Beitrag zur Standardisierung der Verwaltungs-IT leisten, um so die Zukunftsfähigkeit der Verwaltung zu garantieren. Das dahinter liegende System zeigt Dataport auf dem 9. Nationalen IT-Gipfel.

Die Verwaltung könne nur noch dann leistungsfähig, flexibel und gleichwertig für alle Bürger arbeiten, ist man sich bei Dataport sicher, wenn sie sich für die IT-Unterstützung ihrer Dienstleistungen aus einem standardisierten Baukasten bediene. Bei Dataport versteht man unter „Government as a Service"-Gedanken folgendes: Nutzer rufen Software und Services nach Bedarf über das Netz bei einem öffentlichen IT-Dienstleister aus einer Verwaltungs-Cloud ab.

Government as a Service helfe der Verwaltung zudem, ihre Aufgaben effizient zu erledigen. Das gelte für immer wiederkehrende Aufgaben ebenso wie für neue Anforderungen. Zurzeit fordere zum Beispiel die gestiegene Zahl der Flüchtlinge Bund, Länder und Kommunen.

Den hierfür notwendigen IT-Systemen mangele es an Vernetzung, was die Behörden bei der Erfassung und Verwaltung von Flüchtlingen belaste. Ein IT-System für die Flüchtlingsverwaltung nach dem Baukastenprinzip hätte den Vorteil, heißt es bei Dataport, dass es auf bestehenden Komponenten beruhen würde. Dies erleichtere eine notwendige behördenübergreifende Vernetzung. Baukasten-Software könne zudem rasch an neue Anforderungen angepasst werden.

In einer Arbeitsgruppe des Nationalen IT-Gipfels arbeitet Dataport seit dem vergangenen Herbst gemeinsam mit dem Bundesinnenministerium und dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge an einer von Bund, Ländern und Kommunen übergreifend nutzbaren IT-Lösung zur Erfassung von Flüchtlingen. Sie beruht auf dem Prinzip des Government as a Service. In einem ersten Schritt hat Dataport dazu Prozesse und vorhandene IT-Systeme für Asylfragen analysiert.

Dazu Dr. Johann Bizer, Vorstandsvorsitzender von Dataport: „Verwaltungen müssen in der Lage sein, schnell auf veränderte Anforderungen zu reagieren. Wir sehen anhand der europäischen Flüchtlingskrise, dass das nicht einfach ist. Notwendig ist es trotzdem. Government as a Service hilft der Verwaltung, sich rasch an neue Herausforderungen anzupassen. Das spart Zeit, Steuergelder und allen Beteiligten in Erstaufnahmestellen oder Ämtern, die administrativ mit Flüchtlinge arbeiten, auch viel Kraft.“

Die Idee des Government as a Service ist nicht nur rein technischer Art. Um Verwaltungs-Software, von Anmeldeverfahren für Gewerbe oder Kfz bis zu Verfahren für elektronische Rechnungen, nach dem Cloud-Prinzip für Behörden in ganz Deutschland anzubieten, müssen zunächst Prozesse und Leistungen von immer wiederkehrenden Aufgaben standardisiert und automatisiert werden. Eine einheitliche Software kann die Verwaltung dann bei ihren Aufgaben unterstützen, egal ob in einer Behörde in Kiel oder Konstanz.

Auch mit Blick auf die demografischen Veränderungen in Deutschland werde sich die Verwaltung auf umfassende Veränderungen einstellen müssen. Viele Kommunen stünden unter Haushaltsdruck und bluteten durch Bevölkerungsrückgang oder Landflucht aus. Dennoch seien sie gefordert, ihren Bewohnern eine funktionierende Verwaltung zu bieten. Government as Service ermögliche hochwertige Dienstleistungen in der Fläche, ohne dass sich Behörden um Software-Pflege oder Rechenzentrums-Infrastrukturen kümmern müssen.

Dr. Johann Bizer: „Mit Government as a Service leistet die Verwaltung einen Beitrag für gleiche Lebensbedingungen im Bundesgebiet. Denn dazu gehört, dass die Bürgerinnen und Bürger, wo immer sie auch wohnen, überall Zugriff auf gleichwertige Leistungen der Verwaltung haben. Ob an der bevölkerungsärmeren schleswig-holsteinischen Westküste oder in der wachsenden Metropolregion Hamburg.“

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