Digital first

Dataport: digitale Fachverfahren vom Fließband

| Autor: Manfred Klein

Online-Dienste-Factory soll für eine schnelle und reibungslose Produktion digitaler Fachverfahren sorgen
Online-Dienste-Factory soll für eine schnelle und reibungslose Produktion digitaler Fachverfahren sorgen (© Thomas Söllner – adobe.stock.com)

Hamburg treibt nach eigenen Angaben sein Programm „Digital first“ konsequent voran und will im Rahmen desselben stetig weitere Verwaltungsleistungen digitalisieren. So sollen zu den bereits mehr als 100 verfügbaren Online-Diensten ab Ende 2018 weitere 27 Leistungen hinzukommen. Möglich werden soll dies durch die Online-Dienste-Factory.

Für diesen Digitalisierungsschub hat der IT-Dienstleister Dataport eine neue Online-Service-Infrastruktur (OSI) und eine Online-Dienste-Factory aufgebaut, „mit der Dienste schnell und in hoher Stückzahl entwickelt und bereitgestellt werden können“.

„Mit OSI und der Factory sind gute Voraussetzungen für das Digital-First-Programm und damit für die Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes geschaffen“, so Christian Pfromm, Chief Digital Officer des Senats der Freien und Hansestadt Hamburg. Das „Gesetz zur Verbesserung des Onlinezugangs zu Verwaltungsleistungen“ – auch Onlinezugangsgesetz (OZG) genannt – verpflichtet alle Verwaltungen in Deutschland bis Ende 2022 575 Online-Dienste elektronisch über Verwaltungsportale anzubieten.

OSI ist modular aufgebaut. Die Infrastruktur enthält alle Komponenten, mit deren Hilfe Bürger und Unternehmen auf Online-Dienste der Verwaltung zugreifen können. Darunter das Servicekonto mit dem sich Bürger und Unternehmen anmelden, ein Postfach für Eingaben und Bescheide, eine Bezahlfunktion sowie einen Enterprise Service Bus (Anbindung an Fachverfahren).

OSI soll nach und nach das seit 15 Jahren erfolgreiche GovernmentGateway ablösen, auf dem bislang Online-Dienste für Hamburg und Schleswig-Holstein bereitgestellt werden. Diese werden nun 2019 auf OSI umziehen. Die ersten neuen Online-Dienste im Zuge von Digital First – Asbestmeldungen und Bewohnerparken – für Hamburg werden zurzeit als Prototypen fertiggestellt. Sie dienen als Vorbild für die Entwicklung weiterer Online-Dienste.

Basis für die Entwicklung einer großen Anzahl unterschiedlicher Online-Dienste ist ein standardisierter Ablauf, der das Zusammenspiel zwischen Auftraggeber und IT-Dienstleister für jeden Auftrag nach demselben Muster wiederholt. Dafür hat Dataport die Online-Dienst-Development-Factory konzipiert. Auf der Basis von „Entwicklungs- und Produktionsstraßen“ sind die einzelnen Schritte von der Idee bis zur Inbetriebnahme des Dienstes ebenfalls standardisiert. So garantiert Dataport sowohl ein hohes Tempo als auch eine hohe Qualität der einzelnen Online-Dienste. Entwickelt wird bei Dataport nach agilen Methoden.

Mit OSI und der Online-Dienst-Development-Factory ist Dataport darauf vorbereitet, neben Hamburg auch für weitere Länder und Kommunen Online-Dienste umzusetzen. „Die Infrastruktur steht auch anderen Verwaltungen für ihre Digitalisierung zur Verfügung“, betont Dr. Johann Bizer, Vorstandsvorsitzender Dataport. „Digitalisierung in Deutschland soll kein Stückwerk sein“.

Ergänzendes zum Thema
 
Onlinezugangsgesetz (OZG)
Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Schreiben Sie uns hier Ihre Meinung ...
(nicht registrierter User)

Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
Kommentar abschicken
copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 45490138 / Fachanwendungen)