Trendanalyse

Das sind die wesentlichen Innovationsfelder der öffentlichen IT

| Autor: Julia Mutzbauer

Das Kompetenzzentrum Öffentliche IT (ÖFIT) hat in einer Datenanalyse von fast zwei Millionen internationalen wissenschaftlichen Publikationen fünf wesentliche Innovationsfelder der öffentlichen IT ermittelt
Das Kompetenzzentrum Öffentliche IT (ÖFIT) hat in einer Datenanalyse von fast zwei Millionen internationalen wissenschaftlichen Publikationen fünf wesentliche Innovationsfelder der öffentlichen IT ermittelt (© yoshitaka - stock.adobe.com)

Das Kompetenzzentrum Öffentliche IT (ÖFIT) hat fünf wesentliche Innovationsfelder der öffentlichen IT identifiziert. Dafür wurden die Daten von fast zwei Millionen internationalen wissenschaftlichen Publikationen analysiert.

Das Kompetenzzentrum Öffentliche IT (ÖFIT) hat für seine neue Publikation „Innovationsfelder Öffentliche IT 2019/2020“ fünf Innovationsfelder ermittelt, um die Entscheidungsgrundlage der Öffentlichen Verwaltung im Hinblick auf die Digitalisierung zu erweitern und den Akteuren mehr Zeit für notwendige Handlungen zu verschaffen. Dabei beschäftigt sich das ÖFIT mit den Fragen: Wie werden sich die wesentlichen Innovationsfelder der öffentlichen IT künftig entwickeln? Was sind die wichtigsten Entwicklungen innerhalb eines Innovationsfelds, welche Anwendungsmöglichkeiten existieren und welche Auswirkungen sind zu erwarten? Wo bieten sich Chancen und wo lauern Risiken? Dazu hat das ÖFIT 1.947.973 Beiträge zu 29.291 wissenschaftlichen Konferenzen ausgewertet.

Prof. Dr. Peter Parycek, Leiter des Kompetenzzentrums Öffentliche IT zu den Ergebnissen: „Künstliche Intelligenz ist aktuell das internationale Trendthema Nummer eins im Bereich der Informationstechnologien. Dies wird auch durch die identifizierten Innovationsfelder bestätigt: Bei zwei von fünf Innovationsfeldern geht es direkt um KI, sei es in Form von ressourceneffizienter KI oder Sicherheit bzw. Angreifbarkeit von KI, bei zweien wird häufig KI angewendet und ist für deutliche Fortschritte verantwortlich. Hierzu zählt zum Beispiel die Manipulation von Bild- und Videoaufnahmen“.

Die fünf Innovationsfelder

  • Ressourceneffiziente KI: Fortschritte bei Software und Hardware, die performante KI abseits von Rechenzentren ermöglichen.
  • Künstlicher Realismus: Die durch innovative Algorithmen deutlich erleichterte Manipulation von Texten sowie Audio-, Bild- und Videomaterial mit täuschend echten Ergebnissen. Beispielhaft seien hier Deepfakes genannt.
  • Blockchain – Zwischen Hype und Wirklichkeit: Innovationen wie Smart Contracts und neue Konsensverfahren, die der Blockchain-Technologie den Weg zu weiteren praktischen Anwendungsmöglichkeiten ebnen.
  • Die Achillesferse der KI: Durch neu entdeckte Schwachstellen und Angriffsmöglichkeiten wie beispielsweise Adversarial Examples, werden Fragen bezüglich der sinnvollen Einsatzgebiete von KI aufgeworfen.
  • Maschinen verstehen Menschen: Algorithmen, die menschliche Haltungen und Absichten einordnen können. Beispielsweise wird Hate Speech Detection eingesetzt, um die Verbreitung von Hassrede in sozialenNetzwerken einzudämmen.

Ergänzendes zum Thema
 
Kompetenzzentrum Öffentliche IT (ÖFIT)

Zum vierten Innovationsfeld mit dem Thema Angreifbarkeit künstlicher Intelligenz erklärt einer der Hauptautoren der Publikation, Jan Dennis Gumz: „Maschinelles Lernen weist derzeit erhebliche Verwundbarkeit gegenüber Angriffen auf. Dabei ist keineswegs gesichert, dass diese Schwachstellen wirksam beseitigt werden können. Tatsächlich weisen die jüngsten wissenschaftlichen Ergebnisse eher auf das Gegenteil hin.“

Die vollständige Publikation Innovationsfelder Öffentlicher IT 2019/2020 finden Sie hier.

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