Studie des Forschungsinstituts Ibi Research

Das papierlose Büro ist noch lange nicht umgesetzt

| Autor: Heidemarie Schuster

Die Studie zeigt, dass sich die elektronische Form der Rechnung in Deutschland immer weiter durchsetzt.
Die Studie zeigt, dass sich die elektronische Form der Rechnung in Deutschland immer weiter durchsetzt. (Bild: Denis Junker_Fotolia.com)

Wie steht es mit eGovernment in der freien Wirtschaft? Digitale Rechnungen nehmen in Unternehmen zwar ständig zu, dennoch liegt laut einer Ibi-Research-Studie noch viel Potenzial in der Effizienzsteigerung von Firmen.

Laut einer Studie von Ibi Research bleibt das papierlose Büro ein Wunschbild, denn 69 Prozent der Unternehmen drucken elektronisch eingegangene Rechnungen zur Weiterbearbeitung auf Papier aus. Auch wenn die Digitalisierung der internen Prozesse oftmals schon weit fortgeschritten ist – immerhin über ein Drittel der Unternehmen bevorzugen elektronische gegenüber Papier-Rechnungen – besteht noch deutliches Potenzial für Effizienzsteigerungen.

Die Ergebnisse der Unternehmensbefragung zeigen, dass sich die elektronische Form der Rechnung in Deutschland immer weiter durchsetzt. So gaben 35 Prozent der Rechnungsversender und 40 Prozent der Rechnungsempfänger an, dass sie die digitale gegenüber der Papier-Rechnung bevorzugen.

Und es ist davon auszugehen, dass zukünftig noch mehr Rechnungen elektronisch versendet werden: Während Unternehmen derzeit im Schnitt jede vierte Rechnung digital erhalten (27 Prozent), wollen 39 Prozent der Rechnungsversender noch mehr Rechnungen elektronisch versenden; kein Unternehmen gab dagegen an, zukünftig weniger Rechnungen elektronisch versenden zu wollen.

Kosten- und Effizienzvorteile

Als Haupttreiber für den Trend zur elektronischen Rechnung sehen die Unternehmen Kosten- und Effizienzvorteile, die sich durch eine Digitalisierung der innerbetrieblichen Rechnungsverarbeitungsprozesse ergeben. Dies gilt sowohl für den Rechnungsversand als auch für den Rechnungsempfang, für große und für kleine Unternehmen.

Die Anpassung der internen Prozesse ist demnach auch die größte Herausforderung für die Unternehmen im Bereich der elektronischen Rechnungsabwicklung. Welches Potenzial sich hier noch verbirgt, zeigt laut Ibi bereits die folgende Zahl: 69 Prozent der Unternehmen drucken eine eingehende elektronische Rechnung zur Weiterbearbeitung auf Papier aus, nur 26 Prozent bearbeiten sie direkt digital weiter.

„Zur Vorbereitung der Studie haben wir zahlreiche Gespräche mit Unternehmen und Experten geführt. Einige Unternehmen gaben an, dass sie mit 60 Prozent und mehr Ersparnis je Rechnung kalkulieren, wenn sie anstatt papierhafter Rechnungen elektronische Rechnungen versenden und die Prozesse auch beim Rechnungseingang digitalisieren. Hier schlummert als auch enormes finanzielles Potenzial“, so Holger Seidenschwarz, der beim eBusiness-Lotsen Ostbayern die Studie verantwortet.

Weitere Details zur Studie, lesen Sie auf der nächsten Seite.

Inhalt des Artikels:

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