Wiens Digitale Agenda vor dem nächsten Schritt

Das Nervensystem der smarten Stadt

| Redakteur: Manfred Klein

Spannend ist die Idee der „Umbrella-App“. Was hat es damit genau auf sich?

Huemer: Im Sinne der Innovation und der BürgerInnenorientierung ermöglicht die App der Stadt Wien die Nutzung des Serviceangebots auch für mobile Geräte. Dadurch können die BürgerInnen ohne Umwege und in jeder Situation alle online verfügbaren Dienstleistungen nutzen. Die App wird als Umbrella-App konzipiert, unter der aktuelle und saisonale Angebote zusammengefasst angeboten werden.

Wien als internationale Metropole bietet Besucherinnen und Besuchern jederzeit Informationen über die wichtigsten Geschehnisse in der Stadt mobil an. Jeder Nutzer kann sich so die „Stadt Wien App“ individuell aus verschiedenen Themen zusammenstellen. Die einfache Personalisierung ermöglicht automatische Benachrichtigungen zu favorisierten Services und speziellen Interessen. Damit wird die App zum mobilen Assistenzsystem für alle Menschen in der Stadt. Darüber hinaus werden partizipative Elemente angeboten, um die Bürgerinnen und Bürger zur Mitgestaltung der Stadt einzuladen.

Inzwischen schauen viele – auch deutsche Städte – auf das Wiener Projekt. Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit?

Huemer: Wir sind in engem Austausch mit unseren Kolleginnen und Kollegen in Deutschland, der Schweiz, aber auch mit Barcelona, und wir schauen neugierig auch in die US oder nach Südkorea. Das ist ein Geben und Nehmen. Wir haben bei der Digitalen Agenda viel von Hamburg, von Köln, aber auch aus dem digitalen Agenda der Bundesrepublik gelernt.

Frau Huemer, wie wird es mit der Digitalen Agenda in den kommenden Monaten weitergehen?

Huemer: Am 12. Februar haben wir denjenigen, die sich am Prozess beteiligt haben, die Zwischenergebnisse präsentiert. Nach der Phase, in der der jetzt konsolidierte Text erneut online diskutiert und reflektiert wurde, wird das finale Dokument spätestens im Mai veröffentlicht. Die eigentliche Arbeit beginnt aber erst dann. Die Umsetzung wird uns die nächsten Jahre und Jahrzehnte beschäftigen. Und der Agenda-Prozess ist dynamisch strukturiert.

Ergänzendes zum Thema
 
Die Digitale Agenda Wiens

Die Arbeitsgruppen werden weiterhin tagen, und wir werden einmal im Jahr zu einem Ideengenerierungsprozess auf der Plattform einladen, um neue Ideen zu erhalten sowie die Umsetzung zu reflektieren. Denn nur eine lebende Agenda kann uns in Zeiten der Veränderung leiten.

eGovernment mit den Bürgern für die Bürger

Digitale Agenda Wien

eGovernment mit den Bürgern für die Bürger

27.11.14 - Wien arbeitet an einer Digitalen Agenda, welche die die Stadt fit machen soll für das digitale Zeitalter. Entsprechend umfangreich ist der Aufgabenkatalog. eGovernment Computing sprach mit den Projektverantwortlichen Wolfgang Müller, Magistratsdirektor – Stellvertreter Bereichsleiter für Organisation und Sicherheit, und Ulrike Huemer, CIO der Stadt Wien. lesen

Inhalt des Artikels:

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Schreiben Sie uns hier Ihre Meinung ...
(nicht registrierter User)

Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
Kommentar abschicken
copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de/ (ID: 43237343 / Projekte & Initiativen)