Wiens Digitale Agenda vor dem nächsten Schritt

Das Nervensystem der smarten Stadt

| Redakteur: Manfred Klein

Was hat es mit den Wiener Prinzipien im Zusammenhang mit der Digitalen Agenda auf sich?

Huemer: Im Prozess sind wir immer wieder auf acht Grundprinzipien gestoßen, die das Denken und Handeln der Beteiligten in Wien geleitet haben. Wir haben sie im Folgenden als die Wiener Prinzipien der digitalen Agenda verankert. Denn Zeiten großer Veränderungen brauchen prinzipiengeleitetes Handeln.

Wie sollen diese Prinzipien zusammenwirken?

Huemer: Diese Prinzipien dienen als Orientierung und sollen sicherstellen, dass das, was Wien zu Wien gemacht hat, auch im Digitalisierungs-Zeitalter für Wien steht. In einer Welt in der wir fast wöchentlich mit neuen Technologien konfrontiert sind, geben Prinzipien die Leitplanken vor, innerhalb derer Veränderung stattfinden kann. Diese Prinzipien sollen unser Tun und Handeln leiten.

Ein Punkt der Wiener Prinzipien, nämlich Konsolidierung, ist aber auch dazu angetan Ängste zu wecken. Konsolidierung bedeutet ja in der Regel auch Streichung, Zusammenlegung und Kürzung. Wie wollen Sie und die Stadtverwaltung hier mögliche Ängste abbauen?

Huemer: Im Agenda-Prozess hat sich rasch herauskristallisiert, dass die Bürgerinnen und Bürger die Stadt Wien gesamthaft wahrnehmen. Es wird in den Anforderungen nicht differenziert, in welcher Organisationseinheit welches Service erbracht wird. Vor diesem Hintergrund ist ein koordiniertes Vorgehen unerlässlich.

Wien ist eine wachsende Stadt, deren finanzielle Ressourcen, wie in allen anderen Städten auch, beschränkt sind. Wirtschaftlichkeit und Zweckmäßigkeit sind traditionelle Werte, deren Bedeutung unverändert wichtig sind. Ein Thema wie Konsolidierung und Kooperation ist daher ökonomisch und aber auch strategisch alternativlos.

Ergänzendes zum Thema
 
Die Digitale Agenda Wiens

Das umfangreiche Programm der Agenda wirft auch die Frage nach den Kosten auf. Wie will die Stadt Wien ihren Weg zur smarten Stadt finanzieren?

Huemer: IT ist das Nervensystem der smarten Stadt, insofern geht es nicht darum, an der IT zu sparen, sondern die IT konstruktiv einzusetzen, um die smarte Stadt zu ermöglichen – darüber gibt es einen Grundkonsens in der Stadt. Investitionen in die IT haben einen wesentlichen Stellenwert um insgesamt effizienter zu werden.

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