Woran werden Sie in zehn Jahren arbeiten?

Das IT-Management der Zukunft im öffentlichen Sektor

| Autor / Redakteur: Paul Parker* / Ann-Marie Struck

Durch die Einführung einer Cloud-Strategie im öffentlichen Sektor müssen IT-Administratoren sich den neuen Begebenheiten anpassen
Durch die Einführung einer Cloud-Strategie im öffentlichen Sektor müssen IT-Administratoren sich den neuen Begebenheiten anpassen (© Sergey Nivens - stock.adobe.com)

Thomas Hardy schrieb einst: „Die Zeit verändert alles, außer etwas in uns, das immer ­wieder von der Veränderung überrascht wird.“ Dieser Gedanke lässt sich leicht auf das ­tägliche Leben von IT-Experten im öffentlichen Sektor übertragen.

Im Laufe der letzten Jahre hat sich die Messlatte für IT-Administratoren stets verschoben, da sich die Anforderungen an sie mit jeder ­Änderung in den Bereichen ­Verwaltung und Vorschriften ­verändern. Für viele im privaten Sektor ist der Vergleich zwischen Public Cloud und Private Cloud kalter Kaffee, im öffentlichen ­Sektor tun sich viele jedoch noch schwer mit dem Leitspruch „Cloud First“. Nach der Einführung einer Cloud-Strategie kämpfen IT-­Administratoren mit den Gegebenheiten der Implementierung und Verwaltung von hybriden IT-­Infrastrukturen.

Dadurch wird diese sich verändernde IT-Umgebung für die im öffentlichen Sektor tätigen ­Personen zur Herausforderung. Für die hybride IT müssen sie sich neue Fähigkeiten aneignen und möglicherweise ihre Karriere­pläne anpassen. Unternehmen im öffentlichen Sektor haben bereits IT-­Personal eingestellt bzw. umgeschult – oder verfolgen Pläne in diese Richtung –, das speziell für die Verwaltung von Cloud-­Technologien eingesetzt wird.

Trotz all dieser Weiterentwicklungen, die das Gefühl einer Wachablösung in der IT vermitteln, haben die Fähigkeiten, die IT-Administratoren heutzutage erlernen, einen großen Einfluss auf die Art und Weise, wie das IT-Management in zehn Jahren aussehen wird.

Manager wird Anwender

Wenn Unternehmen im öffentlichen Sektor beginnen, den „Cloud-First“-Ansatz zu verfolgen, ­müssen IT-Administratoren zur ­Migration der Infrastruktur insbesondere ­ihre Servicekompetenz entsprechend weiter­entwickeln.

Viele der von ­ihnen eingesetzten Werkzeuge sind nun ­softwarebasiert und werden ­sowohl lokal als auch in gehosteten ­Umgebungen eingesetzt; für die verschiedenen ­Umgebungen sind jedoch oftmals unterschiedliche Kenntnisse ­erforderlich.

Die Rolle von IT-Experten im ­öffentlichen Sektor hat sich von Service-Managern zu Service-­Anwendern gewandelt, die mit Cloud-Anbietern zusammenarbeiten, um ihre Infrastrukturen zu verwalten. In dieser serviceorientierten Welt verbringen IT-­Administratoren mehr Zeit mit dem Interagieren mit Software als mit ihrer Hardware.

Dieser Wandel in den Tätigkeiten von IT-Fachleuten ist der Vorbote der Entwicklung von klassischen Netzwerk­managern hin in Bereiche, die vielleicht Entwicklern vertrauter sind. Und schließlich werden die Service-Manager zu Service-­Brokern.

Die Entwicklung zum Netzwerkentwickler

Klassischerweise konzentrierten sich IT-Administratoren auf ­Befehlszeilen und das praxisorientierte Management der Netzwerkkomponenten. Durch die Ausrichtung hin zur hybriden IT und Software-as-a-Service (SaaS) wurden aus diesen Fähigkeiten Werkzeuge in einem sprichwörtlichen Werkzeugkasten, die jedoch nicht zwangsläufig sehr oft eingesetzt werden. In der heutigen IT-Landschaft müssen sie in der Lage sein, die verschiedenen Teile des Codes zusammenzufügen, aus denen die Anwendungen bestehen, damit ­diese Programme miteinander ­interagieren können.

Die Netzwerk-IT-Administratoren von morgen werden schon bald den heutigen Entwicklern ähneln. Sie werden sich auf Anwendungsprogrammierschnittstellen (Application Programme Interfaces, APIs) spezialisieren – insbesondere auf App-Bausteine – und wie sie eingesetzt werden können, um ­eine Vielzahl von Problemen zu lösen, vom Netzwerkmanagement bis hin zu Sicherheitsherausforderungen. Aufgrund dieses Wissens können in hohem Maße individualisierte und dynamische Netzwerke erstellt werden, die die speziellen Anforderungen einer Organisation ­erfüllen. Außerdem ermöglicht dies ein höheres Maß an Kontrolle über Netzwerke, da IT-Administratoren sich somit die APIs zu Nutze ­machen können, um Konfigurationsrichtlinien, Systemregeln, ­Benutzerzugriffsberechtigungen und vieles mehr vorzugeben.

Serviceorientierter Ansatz

Die Mitglieder von IT-Teams im öffentlichen Sektor werden sich ebenfalls von Service-Managern hin zu Service-Brokern entwickeln. Statt die Zeit mit der Bereitstellung von Speicher oder der ­Verwaltung von Benutzerober­flächen zu verbringen, weisen sie einzelnen Benutzern Anwendungen und Zugriffsrechte zu, damit sie diese Dienste selbst auf einfache Weise einrichten können.

Die Administratoren von IT-Netzwerk­haben außerdem die Chance, ­ihrem Unternehmen einen strategischen Mehrwert zu bieten. Aktuell ­kümmern sich IT-Administratoren sehr viel um die Belange der Benutzer. Durch den Wandel hin zu einer eigenständigen Service-Kultur wird sich dies jedoch drastisch ändern. Benutzer können selbst Kontrollkästchen aktivieren, ihre eigenen Anwendungen ­herunterladen und sich selbst ­Zugriff gewähren über die Rechteverwaltung, Workflow-Automatisierung und API-basierte Funkt­ionen. Im Gegenzug haben IT-­Administratoren zukünftig im Rahmen ihrer alltäglichen Arbeit mehr Zeit, um an höherwertigen Diensten zu arbeiten, wie z. B. das Entwickeln von Plänen für ­stärkere Sicherheitsmaßnahmen oder den Einsatz von Vorhersageanalysen zum Prognostizieren und Beheben von Netzwerkproblemen.

Entwickeln ist nicht gleich vergessen

Trotz der rasanten Geschwindigkeit dieser Veränderungen ­müssen IT-Administratoren diese neu ­erworbenen Fähigkeiten mit den Grundaspekten des Netzwerkmanagements in Einklang bringen, wozu Leistung, Verfügbarkeit und Compliance gehören. Um die ­Lücke zwischen den alten und neuen ­Fähigkeiten zu schließen, sollten IT-Administratoren sich mit Tools und Verfahren befassen, die ­sowohl in älteren als auch in neuen cloud-basierten Umgebungen eingesetzt werden können.

Tatsächlich werden diese Tools ­sogar noch wichtiger, als sie es ­heute sind. Tools für die Netzwerk-/Systemleistungsüberwachung oder die Rechteverwaltung sind beispielsweise von entscheidender Bedeutung, insbesondere weil die IT immer hybrid- und ­anwendungsbasierter wird. ­Einrichtungen des öffentlichen Sektors benötigen Lösungen, die automatisierte und uneingeschränkte ­Einblicke in die Leistung dieser Anwendungen bieten, ganz gleich, ob es sich dabei um lokale oder ­gehostete Anwendungen ­handelt. Kenntnisse über diese und andere Lösungen zu erlangen, wird einigen Aufwand kosten, es sind ­jedoch Ressourcen dafür verfügbar. ­Online-Foren, wie z. B. SolarWinds THWACK®, bieten Plattformen, auf denen IT-Administratoren ­ihre Ideen austauschen und Fragen ­stellen können. Die ­meisten ­Anbieter stellen außerdem bereitwillig Informationen zu Best ­Practices zur Verfügung.

Der Autor: Paul Parker
Der Autor: Paul Parker (© SolarWinds)

Diese Zukunft bringt Veränderungen und zweifellos Herausforderungen mit sich. Sie bietet den IT-Experten im öffentlichen Sektor jedoch auch zahlreiche Möglichkeiten, zu den Pionieren zu ­gehören, wenn es darum geht, dass der Staat den Bürgern einen ­besseren Service bietet.

Der Autor: Paul Parker, Cheftechnologe des Geschäftsbereichs für Regierungsbehörden auf Bundes- und Landesebene bei SolarWinds.

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Lieber Leser, bei diesem Artikel handelt es sich um einen Gastbeitrag von Paul Parker,...  lesen
posted am 26.11.2018 um 08:21 von Ehneß

Schon wieder eine verkappe Produktwerbung - da kann der redaktionelle Text nicht hinwegtäuschen !...  lesen
posted am 25.11.2018 um 17:26 von Unregistriert

Danke für den beitrag  lesen
posted am 21.11.2018 um 12:35 von Unregistriert


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