Medizintechnik

Das Internet der Dinge erobert den OP-Saal

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Von immer größerer Bedeutung wird die Integration und Vernetzung von Medizinprodukten untereinander sowie mit angrenzenden IT-Systemen. Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Leuchtturmprojekt OR.NET adressiert genau diese Thematik. Ziel des Projektes ist der Entwurf, die Evaluierung und die Implementierung von Konzepten für eine herstellerunabhängige, dynamische Vernetzung medizintechnischer Geräte und Systeme in die vorhandene informationstechnische Infrastruktur von Operationssälen.

Speziell die Vernetzung und Interaktion computergesteuerter Medizingeräte im OP, aber auch von Diagnosegeräten mit medizinisch zugelassener Software stellt eine besondere Herausforderung für die Informations- und Kommunikationstechnologien im medizinisch-klinischen Umfeld dar. Denn die erfolgreiche Einführung eines Datenverbunds für Medizingeräte bietet die Chance erheblicher Einsparungen für das gesamte Ökosystem des Gesundheitswesens bei gleichzeitiger Verbesserung der Versorgungsqualität.

Datensicherheit hat oberste Priorität

Das Internet of Things verändert die Medizingeräteentwicklung signifikant. Sicherheit ist dabei eine der größten Hürden, die Entwickler meistern müssen. Die mit dem Internet verbundenen Geräte können anfällig sein für Malware, Hacker und Datendiebstahl. Aufgrund der Sensibilität medizinischer Informationen und der Exposition der vernetzten medizinischen Geräte und Systeme setzt dies das Gesundheitswesen beträchtlichen Risiken aus. Wie sehen sinnvolle Lösungen für diese Sicherheitsprobleme aus? Zunächst müssen typischen Maßnahmen für Internet-Sicherheit auf vernetzte Medizinprodukte übertragen werden. Darüber hinaus braucht es ein effektives Risikomanagement und eine angemessener Aus- und Weiterbildung aller Beteiligten. Nicht zu vergessen: die Definition geeigneter Standards und Regularien.

Entsprechende Lösungen und Ansätze bieten auch die Aussteller der Medtec, Fachmesse und Kongress für Design und Technologie medizinischer Ausrüstung. Die Veranstaltung findet statt auf dem Messegelände Stuttgart vom 12. bis 14. April 2016. Mehr als 640 ausstellende Zulieferer aus der medizintechnischen Branche werden in Stuttgart aktuelle Technologien und Lösungen zeigen. Abgerundet wird die Veranstaltung durch kostenfreie Konferenzen, B2B-Meetings sowie einem Start-up- und Innovationswettbewerb.

Dieser Artikel erschien zuerst auf unserem Schwesterportal devicemed.

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Über den Autor

Dipl.-Ing. (FH) Monika Zwettler

Dipl.-Ing. (FH) Monika Zwettler

Redakteurin, konstruktionspraxis – Alles, was der Konstrukteur braucht