App-Wettbewerb

Das Geheimnis einer guten und erfolgreichen Verwaltungs-App

| Redakteur: Manfred Klein

Die Gewinner des App-Wettbewerbs von eGovernment Computing
Die Gewinner des App-Wettbewerbs von eGovernment Computing (Foto: Gerald Viola)

Beim App-Wettbewerb der eGovernment Computing gingen rund 50 Bewerbungen für die beste Verwaltungs-App ein. Doch was zeichnet eine wirklich gelungene App e­igentlich aus und welche Eigenschaften legen den Grundstein für eine möglichst g­roße Verbreitung? Ist es nur das Design? Wir gehen dem Geheimnis auf den Grund.

Fragt man die Gewinner des App-Wettbewerbs, was denn eine erfolgreiche App an der Schnittstelle zwischen Verwaltung und Bürger auf der einen sowie Verwaltung und Wirtschaft auf der anderen Seite ausmacht, ist eine große Übereinstimmung der Ansichten festzustellen.

So nennt Andreas Pelke von der Geschäftsstelle des Oberen Gutachterausschusses für Grundstückswerte im Land Nordrhein-Westfalen, die mit der App Borisplus in der Kategorie „Land“ gewinnen konnte, als wesentliche Punkte, eine

  • nutzer- und zielgruppenorientierte Entwicklung,
  • intuitive Bedienung,
  • kurze Ladezeiten,
  • Ergänzung einer bestehenden Webanwendung und
  • Entwicklung für gängige Betriebssysteme wie iOS und Android-OS.

Robert Schwaiger von der ODAV AG, die mit dem Lehrstellenradar in der Kategorie „Entwickler“ punkten konnte, hebt hervor: „Neben einer klar definierten Zielgruppe beziehungsweise einem abgeschlossenen Nutzungsszenario und dafür maßgeschneiderten Funktionen, stellt vor allem die einfache Bedienung einer App – Stichwort Usability – einen wichtigen, ja entscheidenden Faktor dar. Der Nutzer muss schnell und einfach zum gewünschten Ergebnis kommen.“

Immer im Fokus sollten selbstverständliche auch die mobile Nutzung auf möglichst vielen unterschiedlichen Endgeräten und die sich daraus ergebenden Möglichkeiten durch Ortungsdienste, Kamera etc. stehen.

Und Hannes Rehfeldt vom Bezirks­amt Neuköln, das für seine App „Kontaktaufnahme junger Familien“ von der Jury eine ehrenvolle Erwähnung erhielt, schätzt diesen Punkt so ein: „Eine erfolgreiche App muss über die obligatorische benutzerfreundliche Oberfläche und den inhaltlichen Tiefgang vor allem einen erkennbaren Mehrwert für die Nutzer bieten. Der Anwender sollte durch die App motiviert werden, die Inhalte regelmäßig, wiederkehrend und intensiv zu nutzen. Voraussetzungen dafür sind zielgruppenorientierte Angebote, regelmäßige Aktualisierungen und – soweit möglich – Partizipation der Nutzer an der Verbesserung bestehender und Erstellung neuer Inhalte.“

Rehfeldt weiter: „Die in der Entwicklung befindliche App der Abteilung Jugend und Gesundheit zur Neuköllner Präventionsstrategie versucht diese Elemente miteinander zu vereinen und die Anbieter von Jugend- und Gesundheitsangeboten mit den jungen Familien im Bezirk zusammen zu bringen. Der Überblick über bestehende Unterstützungsangebote und die Möglichkeit der Kontaktaufnahme mit den Anbietern auf sehr kurzem Weg stellen das Kernangebot der geplanten App dar.“

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