Landesamt für Kataster-, Vermessungs- und Kartenwesen

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Langzeitarchiv vs. Gebrauchsarchiv

Ein weiterer Clou: Die digitalen Daten werden in zwei separaten Archiven in unterschiedlichen Qualitäten gespeichert. Im sogenannten Langzeitarchiv liegen die Daten mit maximaler Auflösung vor: „Die Software-Firma LuraTech hat zu diesem Zweck zusammen mit dem Scan-Dienstleister Reprozentrum Rosenberger ihre Software weiterentwickelt, um die Dokumente auch im strengen technischen Sinne, das heißt pixelgenau und verlustfrei, zu komprimieren“, erläutert Vermessungsingenieur Theobald. Diese Daten werden am Ende des Projekts etwa 40 Terabyte ausmachen und auf einer Blu-ray-Station mit 600 Slots vorgehalten.

Im sogenannten „Gebrauchsarchiv“ sind die Daten mit stärkerer Komprimierung gespeichert, die zwar visuell keine Verluste aufweisen, aber wegen der erheblich geringeren Datenmenge einfacher genutzt und schneller abgerufen werden können. „Für viele Nutzer ist die geringere Qualität des Gebrauchsarchivs vollkommen ausreichend“, so der Projektleiter. „Zudem sind wir aufgrund der neuesten Layertechnik dazu in der Lage, die Dokumente des Gebrauchsarchivs auch ohne Hintergrund farbig auszudrucken. Das wird besonders von den Vermessern im Außendienst hoch geschätzt. Denn bisher hatte der Messtruppführer bei seiner Arbeit nur eine Schwarz-Weiß-Fotokopie der Dokumente zur Hand, die er im günstigsten Fall zuvor farblich aufbereitet hatte. In historischen Dokumenten lässt sich jedoch beispielsweise über die Farbe einer Maßzahl der Entstehungszeitraum ableiten. In neueren Dokumenten ist die Veränderung des Flurstücks immer in rot dargestellt. Diese wichtigen Informationen konnten vor DIRI nur aus dem Original entnommen werden“, fährt Theobald fort.

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