Landesamt für Kataster-, Vermessungs- und Kartenwesen

Das ganze Saarland digital

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Direkter Zugriff auf digitalisierte Geo-Daten

Der Vermessungsingenieur Theobald hat deshalb zusammen mit dem IT-Dienstleister und Projektpartner M.O.S.S. aus Taufkirchen bei München ein ausgeklügeltes Verfahren entwickelt, um die heterogenen Daten schnell und maschinell zu verarbeiten. Da auch die Bundesländer Rheinland-Pfalz und Sachsen das Dokumentenmanagementsystem Wega GDM von M.O.S.S für die Verwaltung großer Bestände an Rasterdaten nutzen, brachte der Projektpartner schon umfangreiche Erfahrungen in diesem Bereich mit.

Dreh- und Angelpunkt des Einleseverfahrens ist eine Prozedur, welche die Dateinamen der gescannten Daten erkennt und automatisch die darin verschlüsselten Koordinaten mit den gescannten Bilddaten verknüpft. Beim Scan-Vorgang müssen deshalb akribisch Konventionen und Regeln angewendet werden, die vorher definiert wurden und die exakte Zuordnung sicherstellen. „Auf diese Weise können wir in kurzer Zeit das DIRI aufbauen und in das zentrale Geodatenportal einspeisen“, sagt Theobald. Ein weiterer Vorteil dieses Verfahrens: Auf die digitalen Bilddaten kann ohne weitere Verarbeitungsschritte sofort zugegriffen werden. „Es war eine wichtige Bedingung, die wir schon bei Projektbeginn im letzten Jahr festgelegt hatten, dass wir die erfassten Dokumente sofort in unserem Geodatensystem nutzen können. So ist es jetzt möglich, dass man auf der Grundlage der Automatisierten Liegenschaftskarte (ALK) per Klick alle bereits vorliegenden, digitalisierten Risse aufrufen kann“, erzählt der Projektleiter.

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Wegen der Größe des Projekts wurde das Scannen der Dokumente EU-weit ausgeschrieben. Als Gewinner ging das Reprozentrum Rosenberger (Bielefeld) hervor. 15.000 Dokumente wöchentlich holt der Scan-Spezialist zurzeit im saarländischen Landesamt für Kataster-, Vermessungs- und Kartenwesen ab. Nach zwei Wochen erhält die Landesbehörde die analogen Dokumente mit den digitalen Originalen zur weiteren Verarbeitung zurück. Um das angepeilte Projektende im Jahre 2010 zu erreichen, wurde die Zahl der wöchentlich erfassten Dokumente jetzt sogar auf 25.000 erhöht.

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