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Vorbild Dänemark Das digitale Bürgeramt muss kommen

| Redakteur: Ira Zahorsky

Die Bundesbürger verplempern zu viel Wartezeit in Ämtern. Knapp zwei Stunden durchschnittlich müssen für Behördengänge aufgewendet werden. Der Bitkom fordert digitale Bürgerämter, wie sie in Dänemark längst üblich sind.

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Ärgerlich: Durchschnittlich zwei Stunden brauchen die Bundesbürger für einen Behördengang.
Ärgerlich: Durchschnittlich zwei Stunden brauchen die Bundesbürger für einen Behördengang.
(Bild: © baranq - stock.adobe.com)

Eine Umfrage des Bitkom unter 950 Bundesbürgern, die eine Behörde besucht haben, ergab, dass rund die Hälfte der Befragten zwei bis drei Stunden inklusive der Anfahrt benötigten. Elf Prozent brauchten mehr als drei Stunden, 34 Prozent waren immerhin noch eine Stunde unterwegs.

„Deutsche Behörden arbeiten nicht sehr bürgerfreundlich. Viele Menschen müssen sich extra Urlaub nehmen, um Behördengänge zu erledigen. Für diese Bürger heißt es dann Amt statt Strand“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. „Ziel muss sein, den Amtsgang möglichst ganz abzuschaffen. Vorbild für Deutschland könnte in dieser Hinsicht Dänemark sein. Dort gibt es längst digitale Bürgerämter, sodass man das meiste einfach online von zu Hause aus erledigen kann. Die Digitalisierung der Verwaltung ist neben dem Aufbau von Gigabitnetzen die Grundlage für ein digitales Deutschland.“

Für Behördengänge müssen viele Bürger ihre kostbare Freizeit opfern.
Für Behördengänge müssen viele Bürger ihre kostbare Freizeit opfern.
(Bild: Bitkom)

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