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Cloud-Technologie: Chance für mobiles Arbeiten Das Amt macht mobil

Autor / Redakteur: Peter Goldbrunner / Susanne Ehneß

Schlankere Abläufe und erhöhte Wirtschaftlichkeit – mit diesen Zielen im Blick soll in vielen Unternehmen die IT auf mehr Effizienz getrimmt und entsprechend neu ausgerichtet werden. Aber auch der öffentliche Sektor steht vor ähnlichen Herausforderungen.

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Modernisierung mithilfe einer Private Cloud? Citrix sagt Ja
Modernisierung mithilfe einer Private Cloud? Citrix sagt Ja
(Bild: Nomad_Soul - Fotolia)

Unter dem Stichwort „Modernisierung“ laufen in vielen Kommunen derzeit Initiativen, bei denen die Behörden zu modernen Dienstleistungscentern für den Bürger um- und ausgebaut werden. Eine wichtige Rolle dabei spielen mobile Geräte. Künftig soll es auch per Smartphone oder Tablet möglich sein, die Leistungen des Amtes abzurufen und mit diesem effizient zu kommunizieren.

Gleichzeitig möchte auch der Öffentliche Dienst seinen Mitarbeitern die Möglichkeiten des mobilen Arbeitens bieten. Das erlaubt zum Beispiel dem Verwaltungsmitarbeiter in einer Ratssitzung oder dem Mitarbeiter des Bauamtes vor Ort den unkomplizierten Einblick in wichtige Unterlagen.

Weiter Weg

Der Weg dorthin ist allerdings derzeit noch denkbar weit. Schließlich existiert in zahlreichen öffentlichen Einrichtungen noch immer eine Vielzahl unterschiedlicher IT-Systeme, die nur schwer auf einen gemeinsamen Nenner gebracht werden können. Die Cloud stößt als flexible Alternative allerdings vielerorts auf Ablehnung. Insbesondere Sicherheitsbedenken verhindern die Verwendung dieser Technologie. Dabei wäre es über den Einsatz einer sogenannten Private Cloud denkbar einfach, die Daten weiterhin innerhalb des eigenen Gebäudes zu halten.

Die Basis dafür ist die Virtualisierung von Server-, Storage- und Netzwerkressourcen. Mit diesem Schritt sinkt zugleich die Anzahl der physischen Server sowie der Wartungsaufwand. Da jeder PC zugleich als Client dienen kann, lässt sich auch eine heterogene Landschaft aus unterschiedlichen Rechnern einfach auf eine Cloud-Struktur übertragen. Das ermöglicht eine Konsolidierung in mehreren Etappen und schont die kommunalen Budgets.

Virtualisierung

Wo immer Virtualisierung zum Einsatz kommt, tun sich zugleich neue Möglichkeiten mit Blick auf das mobile Arbeiten auf. Schließlich gehört zu den grundlegenden Philosophien der Virtualisierung die strikte Trennung zwischen Gerät und Daten.

Diese bringt Freiheiten, die soweit gehen, dass sogar auf Privatgeräten mit sehr sensiblen Unterlagen gearbeitet werden könnte: Der auf das Gerät gestreamte Desktop befindet sich weiterhin innerhalb der sicheren Cloud-Infrastruktur der Behörde und hat keinerlei direkte Verbindung zur Hardware des Geräts.

Nun werden viele öffentliche Einrichtungen auch weiterhin auf die Verwendung behördeneigener Rechner achten und auf eine strikt berufliche Nutzung pochen. Doch auch in diesem Fall bietet die Virtualisierung zahlreiche Vorteile. So lassen sich Geräte im Falle eines Diebstahls aus der Ferne problemlos löschen, die komplette Sicherheitsarchitektur beruht auf den Standards im Datencenter, und auch der Datenklau lässt sich durch zahlreiche Mechanismen effektiv verhindern.

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Der Autor: Peter Goldbrunner, Country Manager Deutschland bei Citrix
Der Autor: Peter Goldbrunner, Country Manager Deutschland bei Citrix
(Bild: Citrix)
Mobile Device Management lautet der Ansatz, unter dem zahlreiche dieser Aspekte berücksichtigt werden. Hinzu kommen – zumindest bei einigen Konstellationen – Lösungen rund um das Management von mobilen Apps. Entsprechende Systeme der etablierten Cloud-Anbieter bieten zahlreiche Funktionen, die den Administrator deutlich entlasten.

Beim Anlegen neuer Mitarbeiter und bei der Integration neuer Geräte fängt es an: Um ein neues Endgerät anzumelden, muss der Anwender lediglich einen von der IT-Abteilung bereitgestellten Link anklicken und seine Benutzerdaten eingeben. Die benötigten Sicherheitseinstellungen und Zertifikate werden dann je nach hinterlegter Berechtigungsstufe automatisch konfiguriert. Zugleich startet der Installationsprozess für die benötigte Software – vom eMail-Client und Office-Paket für Standardaufgaben über kommunale Lösungen bis hin zum individuellen Spezialprogramm für einzelne Abteilungen.

Beim Management der mobilen Geräte hat der Administrator eine Menge Instrumente zur Hand, mit denen sich die Nutzung der Geräte flexibel regeln lässt. So ist es möglich, privat genutzte Sharing-Dienste wie Apples iCloud oder Dropbox zu deaktivieren, als unsicher identifizierte Apps von Drittanbietern über eine Blacklist zu sperren oder rigoros nur behördeneigene Applikationen über einen eigenen App Store zur Verfügung zu stellen.

Prozesse anpassen

Kommunen erschließen sich durch den Einsatz von Virtualisierungslösungen neue Möglichkeiten der Kommunikation mit ihren Mitarbeitern und letztlich auch mit den Bürgern. Dabei kommt es allerdings nicht nur auf die Wahl der richtigen Cloud-Infrastruktur an, sondern auch darauf, die eigenen Prozesse optimal an die neu eingebundenen Geräte anzupassen. Schließlich sollen Mobilgeräte nicht einfach nur als weitere Geräteklasse den IT-Fuhrpark bereichern, sondern ein effizienteres Arbeiten ermöglichen.

Wenn Mitarbeiter von „mobilen“ Abteilungen wie dem Forst- und Bauamt oder dem Ordnungsamt auch von unterwegs aus schneller arbeiten können, gehen diese Vorteile schließlich weit über die reinen IT-Faktoren hinaus. Lassen sich Angelegenheiten unkomplizierter an Ort und Stelle erledigen, so fördert dies außerdem die Motivation der Mitarbeiter und führt zu weiteren positiven Effekten.

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