Rechenzentrum baut beispielhafte Plattform für die Behördenhotline

D115 in Ostwestfalen-Lippe – eGovernment mit Cisco-Technologie

16.04.2010 | Redakteur: Gerald Viola

Der Bürgerservice des Kreises Lippe ist zugleich der Haupteingang des Kreishauses
Der Bürgerservice des Kreises Lippe ist zugleich der Haupteingang des Kreishauses

In Ostwestfalen-Lippe (OWL) verwandeln sich Ämter und Behörden zusehends in moderne Verwaltungsdienstleister. OWL ist bereits bundesweit als Modellregion für Bürokratieabbau bekannt. Einen Schritt weiter geht nun der Kreis Lippe mit der Einführung der einheitlichen Behördenrufnummer D115.

Unterstützt wird dieser Reformprozess maßgeblich vom kommunalen Rechenzentrum krz: Mit einer wegweisenden Unified-Communications-Plattform von Cisco sorgt das IT-Unternehmen bereits seit drei Jahren für signifikante Kosteneinsparungen und höhere Verwaltungseffizienz. Jetzt ging in Lippe der bundeseinheitliche Serviceruf D115 auf Basis von Cisco Unified Contact Center in Betrieb.

Mit optimierten Verwaltungsabläufen und bisher erreichter Bürgernähe sind die Möglichkeiten des ausbaufähigen Cisco-Netzwerks bei Weitem noch nicht ausgeschöpft. Künftig, so die Überlegung fortschrittlicher Kommunalpolitiker, könnten auf dieser Basis zum Beispiel virtuelle Meetings mit Cisco TelePresence Verwaltungsentscheidungen beschleunigen und außerdem die Region für Firmenneuansiedelungen attraktiver machen.

Am 24. März fiel der Startschuss für die neue Behördenhotline D115. Die einheitliche Rufnummer bietet einen direkten Draht zur Öffentlichen Verwaltung. Die 115 bringt Bürger einfacher und schneller mit der zuständigen Stelle in Kontakt – mit kommunalen Bau- oder Standesämtern ebenso wie mit der Elterngeldstelle des Kreises, Call NRW, dem Servicecenter des Landes Nordrhein-Westfalen oder – ganz aktuell – dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, wo Anträge für die Umweltprämie gestellt werden können.

Das Projekt D115 ist vom New Yorker Erfolgsmodell 311 inspiriert, bedeutet hierzulande aber eine weit größere Herausforderung – nicht nur quantitativ, sondern auch aufgrund komplex verteilter Zuständigkeiten, die aus unserer föderalen Ordnung resultieren.

„D115 kommt einem Paradigmenwechsel in der bundesdeutschen Verwaltung gleich“, meint Reinhold Harnisch, Geschäftsführer des in Lemgo ansässigen Kommunalen Rechenzentrums Minden-Ravensberg/Lippe (krz). „D115 legt dem Verwaltungshandeln konsequent Bedürfnisse und Sichtweisen von Bürgern und Wirtschaft zugrunde. Dies wird viele Prozesse nachhaltig verändern, innerhalb und zwischen Verwaltungen auf Bundes-, Landes- und auf kommunaler Ebene.“

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