Bitkom-Umfrage Cyberkriminellen soll das Handwerk gelegt werden

Autor: Julia Mutzbauer

Cyberkriminelle sind zunehmend auf dem Vormarsch – diesen Eindruck haben die meisten Internetnutzer. Die große Mehrheit der Nutzer fordert deshalb, dass Staat und Behörden stärker gegen Kriminelle im digitalen Raum vorgehen sollen. So das Ergebnis einer Bitkom-Umfrage.

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Die Mehrheit der Onliner ist dafür, dass der Staat mehr Geld in spezielle Polizeieinheiten investieren sollte, die gezielt gegen Internetkriminalität vorgehen
Die Mehrheit der Onliner ist dafür, dass der Staat mehr Geld in spezielle Polizeieinheiten investieren sollte, die gezielt gegen Internetkriminalität vorgehen
(© Peter Maszlen – stock.adobe.com)

Eine repräsentative Umfrage von mehr als 1.000 Internetnutzern in Deutschland ab 16 Jahren im Auftrag des Digitalverbands Bitkom zeigt: 94 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass die Bedrohung durch Internetkriminelle immer größer wird. 9 von 10 Internetnutzern finden, dass der Staat mehr Geld in spezielle Polizeieinheiten investieren sollte, die gezielt gegen Internetkriminalität vorgehen. Ähnlich viele (88 Prozent) fordern, dass die Polizei mehr Präsenz im digitalen Raum zeigen müsse.

„Es ist die Aufgabe der Polizei, die Bürger zu schützen. Das gilt für öffentliche Straßen und Plätze genauso wie für den digitale Raum“, betont Susanne Dehmel, Mitglied der Bitkom-Geschäftsführung. „Entscheidend ist, dass die Polizei für ihren Einsatz in der digitalen Welt mit den entsprechenden Ressourcen und Know-how ausgestattet ist, ergänzt Dehmel.

Bitkom und ZITiS identifizieren künftig Technologietrends für Sicherheitsbehörden

Der Digitalverband und die Zentrale Stelle für Informationstechnik im Sicherheitsbereich (ZITiS) haben daher eine Kooperation vereinbart, damit Sicherheitsbehörden und Digitalwirtschaft eng miteinander zusammenarbeiten. Staat und Wirtschaft sollen sich dadurch auf dem Gebiet der Technologievorausschau und technologischen Trendforschung künftig besser vernetzen.

„Die ZITiS spielt eine zentrale Rolle bei der Erforschung und Entwicklung von digitalen Lösungen und Produkten für Sicherheitsbehörden. Mit dieser Kooperation wollen wir ein gemeinsames Verständnis von technologischen Trends und deren Relevanz für die Sicherheitsbehörden schaffen. Das kann für eine effektive Cybercrime-Bekämpfung ebenso hilfreich sein wie für die Weiterentwicklung von Sicherheitsfeatures in der Wirtschaft“, erläutert Dehmel.

Wilfried Karl, Präsident der ZITiS, sieht in der Kooperation eine große Chance: „Unser Auftrag ist die Unterstützung der Sicherheitsbehörden mit Forschung und Entwicklung zu Werkzeugen sowie mit Beratung zu technischen und strategischen Fragen. Hierzu zählen auch anwendungsbezogene Forschung, Marktsichtung und Trendscouting. Dafür stehen wir national wie international im Austausch mit Behörden, Universitäten und Forschungseinrichtungen sowie Industrie und Wirtschaft.“ Durch die Kooperation mit dem Bitkom könne ZITiS gemeinsam Synergien zwischen Wirtschaft und Verwaltung generieren, Wissenspotenziale nutzen sowie Projekte realisieren, zum Beispiel Trendanalysen, schließt Karl.

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Redaktion, eGovernment Computing