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eHealth und Pflege mit Plan Controlling im Gesundheitswesen

| Redakteur: Gerald Viola

Das St. Josefshaus in Herten macht es vor: Moderne Managementsysteme sind im Sozialwesen längst kein Fremdwort mehr. Mit Diamant Software bauen die südbadischen Spezialisten für Behinderten- und Altenhilfe ein umfassendes Controlling auf.

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Kinderbetreuung im St. Josefshaus
Kinderbetreuung im St. Josefshaus
( Archiv: Vogel Business Media )

Was die Unternehmens-IT leisten muss, dazu hat Matthias Wettig eine klare Meinung: „Unsere Softwarelandschaft ist nur so gut, wie sie uns die relevanten Informationen liefert, um unser Haus weiterhin erfolgreich zu steuern. Wir haben in diesem Zusammenhang nur ein Ziel: weiterhin schwarze Zahlen schreiben.“ Matthias Wettig ist zuständig für das Qualitätsmanagement im St. Josefshaus, einem der größten Sozialdienstleister Südbadens.

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Rund 1.200 Menschen nehmen die Angebote und Dienstleistungen in den Bereichen Behinderten- und Altenhilfe in Anspruch. Betreut werden sie von etwa 1.400 Mitarbeitern, darunter knapp 800 in Vollzeitstellen. Das Managen des St. Josefshauses ist geprägt vom im sozialen Sektor mittlerweile notorischen Kostendruck: „Der politische Hintergrund hat sich massiv verändert“, weiß Matthias Wettig zu berichten. „Seit der Verwaltungsreform in Baden-Württemberg sind die Verhandlungen zum Beispiel über die Pflegesatzentgelte zu einer ständigen Herausforderung geworden.“

Natürlich hat man in Herten auch früher schon darauf geachtet, das Haus auf Kurs zu halten und sich dabei betriebswirtschaftlicher Auswertungen aus einem Altsystem bedient. Aber die jüngere Entwicklung und die Entscheidung für eine integrierte und strategisch ausgerichtete IT-Ausstattung des Unternehmens, machte ein detailliertes und vor allem dezentrales Controlling notwendig, das eine genaue Betrachtung der einzelnen Heime erlaubt.

Dabei besonders im Fokus: die Personalkosten, die über 70 Prozent der Gesamtkosten ausmachen. Mit der Rechnungswesen- und Controlling-Software „Diamant/3“ hat das St. Josefshaus deshalb ein System aufgebaut, das die Heimleiter in einen geschlossenen Kreislauf aus Planung, Kontrolle und Steuerung einbezieht.

Controlling als Teil eines durchgängigen Prozesses

Die Auswahl der geeigneten Software für dieses Vorhaben erfolgte zuvor im Rahmen eines übergreifenden IT-Projekts. Mit dem Ziel, standardisierte Prozesse im ganzen Haus einzuführen, suchte man eine Lösung für die Kernleistungen des Hauses – Pflege, Betreuung, Dokumentation. Die Entscheidung fiel auf „Vivendi“, eine Branchensoftware für das Sozialwesen des Herstellers Connext GmbH aus Paderborn. Dieser wiederum empfahl für die Bereiche Rechnungswesen und Controlling die Lösung seines Partners Diamant Software GmbH & Co. KG aus Bielefeld.

Eine Empfehlung, die sich schließlich durchsetzte, nachdem die Verantwortlichen auch andere Systeme geprüft hatten. Matthias Wettig, als Qualitätsmanager auch für das IT-Projekt verantwortlich, begründet die Entscheidung: „Diamant kam unseren Anforderungen am nächsten. Aus EDV-Sicht war dies vor allem eine hohe Integrationsfähigkeit. Unser Kern-Prozess wird jetzt komplett und standardisiert von Vivendi abgebildet: von der Aufnahme über die Leistungserbringung bis zur Abrechnung. Und dies sowohl in der Alten- als auch in der Behindertenhilfe. Für Auswertung und Reporting in den angeschlossenen Management- und Unterstützungsprozessen musste sich insbesondere die Rechnungswesen- und Controlling-Software ohne Probleme einfügen lassen.“

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