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25.03.2021

Ein Kommentar zu Daten in Bewegung: Wir wollen endlich innovativ denken!

Föderalismus, Gewaltenteilung und starre Hierarchien schaffen vor allem eines: Silos. Das betrifft nicht nur behördliche Prozesse, sondern unter anderem auch die Technologie-Stacks die, die über viele Jahrzehnte gewachsen sind. Für beides gilt: „Das haben wir schon immer so gemacht“ ist nicht mehr umsetzbar! Und vor alle im Technologie-Bereich hat es eine schwer durchdringbare Spaghetti-Architektur mit sich gebracht, die Datenintegration zu einer echten Herausforderung macht.

Was kann die Lösung sein? Alles neu macht der Mai? Nein, die komplette Infrastruktur in Frage zu stellen und alles Existierende aufzulösen ist weder (zeitnah) umsetzbar, noch wirklich realistisch. Wie kommen wir also an die so oft geforderte „Innovation“? 


Innovation kann nur dann entstehen, wenn der Status Quo neu gedacht wird. Fragt man Wikipedia nach der Definition von „Erfindung“, erhält man eine „schöpferische Leistung, durch die eine neue Problemlösung, also die Erreichung eines neuen Zieles mit bekannten Mitteln oder eines bekannten Zieles mit neuen Mitteln ermöglicht wird“. 

 Um Digitalisierung jetzt und zukünftig ermöglichen zu können, wurden bereits viele Wege neu beschritten. Denn bezogen auf unsere technologische Welt wurden viele Felder neu gedacht oder haben sich weiterentwickelt. Aus den Daten-Centern wurde die Cloud, Machine Learning ermöglicht uns die Entscheidungsfindung neu zu sehen und mit dem Aufstieg des Smartphones mussten Innovationen im Bereich der User Experience geschaffen werden. Es war nur eine Frage der Zeit, bis die sich dadurch ansammelnden Massen an Daten ebenfalls neu gedacht werden mussten. 

 

Wenn die Cloud die Weiterentwicklung des Daten-Centers ist, so spricht man von „Infrastructure as code“. Die Haltung der Daten wurde neu gedacht. 

Wenn wir Daten neu denken, dann erkennen wir ihnen den rein statischen Zustand ab, den sie – meist innerhalb einer Datenbank - innehaben. Wir sprechen hier von „Data at Rest“. Daten wollen genutzt werden, um eine Mehrwert zu schaffen und die bereits neu gedachten Pradigmen wie Machine Learning oder Mobile UX mit relevanten Informationen untermauern. Nicht selten müssen diese Daten in Echtzeit bereitstehen. 

Somit ist die Evolution der Daten deren Ansicht als sich ständig bewegender Strom von Ereignissen, sowohl geschäftsintern als im auch Kontext der Welt. Dieses neu geschaffene Paradigma nennt sich „Data-in-Motion“. 

 

Die Industrie zeigt bereits wie es geht (hier zum Beispiel die Deutsche Bahn), der Public Sector könnte sofort davon profitieren. Jetzt braucht es eine Gemeinschaft der Willigen. Mehr dazu gerne unter tscheidler@confluent.io.

 

P.S. In meinem nächsten Kommentar möchte ich ein paar konkrete Beispiele mitbringen. Gibt es Themen, die Sie besonders interessieren?