Datensicherheit und Big Data in der Wolke

Cloud-Strategien und -Anbieter: Drum prüfe, wer sich ewig bindet ...

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Verzicht auf ausschließlich proprietäre Technologie

Der Wechsel des Cloud-Providers wird zwar immer mit zusätzlichen Kosten verbunden sein, allerdings lassen sich diese durch vorausschauende Planung minimieren. Die Gefahr einer verlorenen Investition und eines Vendor-Lock-Ins ist dann gegeben, wenn keinerlei Contingency-Pläne existieren oder zu 100 Prozent proprietäre Technologie verwendet wird.

Für einen Service-Anbieter bedeutet das, die eigene Software abstrakt Cloud-Ready, also hochautomatisierbar, zu machen. Zudem müssen die Unternehmensprozesse diese Form der Dienstleistung auch abbilden können. Hier sind häufig noch starke Defizite auszumachen. Auf technischer Ebene gilt es zu versuchen, eine Abstraktions-Schicht zwischen den proprietären Elementen eines Anbieters und der eigenen Software zu etablieren.

Dies ermöglicht einen leichteren Wechsel in andere Cloud-Technologien. Auch das verwendete Framework ist wichtig: Offene Systeme wie OpenStack erleichtern einen Wechsel von einem Service-Anbieter zum anderen.

Private oder Public Cloud?

Die Frage nach der passenden Cloud-Lösung lässt sich nicht verallgemeinern und ist daher nur von Fall zu Fall zu beantworten. Allerdings lässt sich feststellen, dass viele Unternehmen, die private Cloud-Lösungen nutzen, dies aus Angst um ihr Image nicht öffentlich bekannt machen. Dies ist in erster Linie darauf zurückzuführen, dass die Akzeptanz von Cloud-Lösungen beim Kunden nach wie vor mangelhaft ist.

Die Verwendung der Public Cloud ist auf dem Markt allerdings nicht dominant, da häufig Konstruktionen in Gebrauch sind, die als „Virtual Private Cloud“ bezeichnet werden können und ein Hybrid aus Hosting, Cloud und Managed Services sind. Hier bestehen dann individuelle Service- und Haftungsvereinbarungen mit den Anbietern. In den USA ist die Verwendung der Public Cloud im Unternehmensbereich bereits deutlich stärker fortgeschritten. Dieser häufig auch aus einem naiveren Umgang mit Daten resultierende Ansatz mag für europäische und gerade deutsche Kunden fremd sein, erlaubt aber den dortigen Anwendern und Anbietern dadurch einen Erfahrungsvorsprung zu erwerben.

Fazit

Die vorangegangenen Beobachtungen bekräftigen die Notwendigkeit, den Cloud-Markt mit standardisierten Qualitäts-Metriken zu bewerten, um die Heterogenität des Marktes überschaubarer zu machen. Zusagen der Anbieter, den Kunden bei der Migration durch Flexibilisierung seiner Dienste zu unterstützen, werden für den Wettbewerb künftig ebenfalls entscheidend sein.

Diese Maßnahmen, die auch innerhalb von EuroCloud und BICC.net unterstützt werden, würden das Vertrauen in den Cloud-Markt sicher erhöhen. Es bleibt zu erwarten, dass gerade kleinere Organisationen die Vorteile aus den Cloud-Services sehr schnell adaptieren werden.

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