Einheitliches Fundament reduziert Komplexität und Kosten[Gesponsert]

Cloud-Potenziale nutzen: Es ist noch Luft nach oben

| Autor: Patrick Pensel, Direktor Geschäftsfeldentwicklung Öffentliche Auftraggeber bei Computacenter

Cloud Computing unterstützt die OZG-Umsetzung
Cloud Computing unterstützt die OZG-Umsetzung (© Vladimir Melnikov – stock.adobe.com)

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Die Digitalisierung der Verwaltung ist in vollem Gange. Viele Projekte wurden bereits umgesetzt oder angestoßen. Bislang kocht allerdings jede öffentliche Einrichtung ihr eigenes Süppchen, wenn es um die Entwicklung und den Betrieb digitaler Services geht. Das verursacht nicht nur eine hohe Komplexität, sondern auch unnötige Aufwände.

Getrieben von Portalverbund und OZG sind Behörden hierzulande dazu verpflichtet, Bürgern ihre Verwaltungsleistungen elektronisch über ein Verwaltungsportal anzubieten. Der Gesetzgeber gibt damit zwar einen einheitlichen Weg vor, in den Behörden selbst herrscht bei der Umsetzung dessen jedoch kein Konsens. So betreiben die einzelnen Verwaltungen die dazu notwendigen Infrastrukturen sehr unterschiedlich – Synergien bleiben ungenutzt.

Das geht mit hohen Kosten einher und ist oftmals kontraproduktiv. Öffentliche Einrichtungen können solche komplexen Projekte erheblich einfacher umsetzen, wenn sie Standards folgen und skalierbare IT-Lösungen einsetzen, die sich leicht betreiben lassen. Entsprechende Cloud-Infrastrukturen bilden eine ideale Grundlage, um flexibel neue Services anzubieten. Einige Beispiele zeigen, welches Potenzial Cloud-Lösungen für die öffentliche Verwaltungen bieten.

Beispiel 1: Gemeinsame Datenhaltung

Optimierungspotenzial bietet eine gemeinsamen Datenhaltung, um Informationen zwischen einzelnen Behörden auszutauschen. Denn neben klassifizierten Daten, die vertraulich sind und für die es entsprechende Security- und Datenschutzanforderungen gibt, existiert eine Vielzahl an Informationen, die nicht klassifiziert sind und oftmals adhoc ausgetauscht werden müssen, dazu gehören beispielsweise Informationen für Bürger. Hierfür können relativ einfach Lösungen on-premises in den Behörden aufgebaut werden, die auf Standards beruhen. Diese decken die Prozesserfordernisse der Behörden ab und das Angebot lässt sich schnell und einfach erweitern.

Beispiel 2: Open Data gehören in die Public Cloud

Zudem gibt es viele Daten, die in die Kategorie Open Data fallen, also Informationen, die der Öffentlichkeit ohnehin frei zugänglich sein müssen. Dazu gehören beispielsweise Informationen, die das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur über mCLOUD zur Verfügung stellt. Auf diesem offenen Datenportal sind öffentliche Daten aus dem Ressort zentral abrufbar. Gleichzeitig können private Anbieter beispielsweise aus dem Mobilitätsbereich ihre Daten dort anbieten. All diese Informationen sind prädestiniert dafür, in einer Public Cloud gespeichert zu werden, statt eine eigene Infrastruktur zu betreiben. Weil viele Public-Cloud-Angebote als fertige Services flexibel verfügbar sind, wäre die Kostenersparnis für die öffentliche Hand immens.

Beispiel 3: Einheitliche Basis für Webauftritte

Heute hat jede Gemeinde und Landesbehörde, aber auch jedes Ministerium und jede Bundesbehörde, ihren eigenen Webauftritt. Auch wenn immer die gleichen Komponenten dazugehören, werden Webauftritte in der Praxis sehr unterschiedlich umgesetzt. Vom Content Management System über Applikationsserver bis hin zur Browserunterstützung –jeder kommunale, Landes- oder Bundesdienstleister setzt auf seine eigenen Lösungen. Dadurch sind die Betriebsaufwände und Kosten für Software-Lizenzen unnötig hoch. Gleichzeitig werden Konzepte für den Betrieb doppelt erstellt. Backup, Patch Management, Release Management und andere Teilprojekte verlaufen ebenfalls völlig heterogen. Weil es sich immer um die gleichen Fragestellungen handelt, würde eine einheitliche Lösung zu erheblichen Kosteneinsparungen für die öffentliche Hand führen und die Grundlage für eine bessere ressortübergreifende Zusammenarbeit bieten.

Diese Beispiele verdeutlichen, wie sich die Komplexität verringern lässt und öffentliche Einrichtungen mit den richtigen Standards eine Menge Kosten einsparen können. Wenn der Gesetzgeber sich für diesen Weg entscheidet und hierfür klare Vorgaben macht, dann dürften alle Beteiligten von der Umsetzung profitieren.

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