BITBW: Zentrale IT-Behörde für Baden-Württemberg

CIO soll frischen Wind in die Landesverwaltung bringen

| Redakteur: Manfred Klein

Aus einem Guss – Baden-Württemberg konsolidiert seine IT
Aus einem Guss – Baden-Württemberg konsolidiert seine IT (Foto: boscorelli - Fotolia.com)

Wie berichtet, soll die IT-Landesoberbehörde, kurz BITBW, im Sommer ihren Betrieb aufnehmen. Als zentrales IT-Dienstleister der Landesverwaltung soll die BITBW die IT des Landes weiter bündeln und deutliche Kosteneinsparungen generieren. Aktuell ist die Rede von 40 Millionen Euro.

Wie diese Summe im Einzelnen erwirtschaftet werden soll, welche weiteren Aufgaben die BITBW künftig übernehmen soll und welche Rolle dabei dem künftigen CIO zufällt, darüber sprach eGovernment Computing mit Dr. Herbert Zinell, Ministerialdirektor im baden-württembergischen Innenministerium.

Ministerialdirektor Dr. Herbert Zinell
Ministerialdirektor Dr. Herbert Zinell (Foto: Innenministerium Baden-Württemberg)

Die Konsolidierung der Landes-IT soll in wenigen Jahren wenigstens 40 Millionen Euro einsparen. Wie genau und in welchen Bereichen soll dieses Einsparpotenzial erreicht werden? Gibt es dazu eine Strategie? Wenn ja, welches sind deren wesentliche Bestandteile?

Zinell: Die angestrebten Einsparpotenziale sollen durch das Heben von Effizienzreserven sowie durch Nutzung von Skalen- und Mengeneffekten erreicht werden. Die Informationstechnik der Landesverwaltung wird hierzu im Rahmen der IT-Neuordnung konsequent zentralisiert, standardisiert und weiter automatisiert werden.

Ausgangspunkt der IT-Neuordnung ist die Gründung eines zentralen Landesbetriebs IT, der Landesoberbehörde IT Baden-Württemberg, kurz „BITBW“. In der BITBW soll die IT der Landesverwaltung in einem schrittweisen Vorgehen gebündelt werden. Der Bündelungsprozess wird grundsätzlich alle Ministerien und Behörden erfassen.

Durch das Zusammenführen der bisher dezentralen IT in der BITBW, versprechen wir uns etwa eine Reduzierung von Serverstandorten samt zugehöriger Klima- und Energietechnik sowie weniger physikalisch im Land verteilten Maschinen.

Dies spart nicht nur Kosten für die Infrastruktur, sondern senkt auch den Gesamtenergiebedarf der Landes IT. Durch die Zentralisierung kann die bereits begonnene Standardisierung der IT-Arbeitsplätze weitergeführt werden, einschließlich des damit verbundenen zentralen Software- und Lizenzmanagements.

Weitere Einsparungen erhoffen wir uns durch die Möglichkeit, innovative Techniken wie beispielsweise eine sichere Cloud-Computing-Umgebung zentral bereitstellen zu können. Auch die weitere Digitalisierung der Verwaltungsprozesse mit dem Ziel eines „papierarmen Büros“ soll zu Einsparungen führen.

Die BITBW wird als Landesbetrieb errichtet und muss dementsprechend wirtschaftlich handeln. Es ist vorgesehen, dass die BITBW ihre Dienstleistungen in dem Umfang und in der Qualität liefert, die von den einzelnen Kunden, den Ministerien und Behörden des Landes, benötigt und bezahlt werden. Hierdurch wird der Service-Gedanke gestärkt und die Ressorts in die Lage versetzt, eigene Prioritäten im Bereich der IT zu setzen und, wo sinnvoll und möglich, auch Mittel einzusparen.

Inhalt des Artikels:

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Schreiben Sie uns hier Ihre Meinung ...
(nicht registrierter User)

Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
Kommentar abschicken
copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 43168510 / Projekte & Initiativen)