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eGovernment in Bayern CIO Franz Josef Pschierer setzt neue Impulse bei Open Data und Open Government

| Redakteur: Manfred Klein

Pünktlich zur CeBIT gibt Bayern einen Ausblick auf die geplante weitere Entwicklung von eGovernment im Freistaat. Laut Staatssekretär und CIO Franz Josef Pschierer wird Bayern vor allem die Bereiche Open Data und Open Government sowie Geodaten-Anwendungen weiter ausbauen.

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Pschierer fordert erneut mehr Unterstützung für den neuen Personalausweis
Pschierer fordert erneut mehr Unterstützung für den neuen Personalausweis
( Archiv: Vogel Business Media )

Pschierer kritisierte jedoch erneut die mangelnde Aktivität des Bundes bei der Einführung des neuen Personalausweises. Der neue Personalausweis koste etwa dreimal so viel wie der alte, der Bürger könne daher mit gutem Recht auch den dreifachen Nutzen erwarten. Dieser sei jedoch nirgends in Sicht, so Pschierer.

Um die Tauglichkeit des Personalausweises für sichere Internetgeschäfte zu demonstrieren, werde die bayerische Steuerverwaltung die Identitätsfunktion des neuen Personalausweises für eine Registrierung am ELSTER-Portal nutzen. „Der Registrierungsprozess wird dadurch den neuen Personalausweis wesentlich beschleunigt, da dem Nutzer nach erfolgreicher Identifizierung die ELSTER-Zertifikate unmittelbar auf elektronischem Wege ausgestellt werden können. Der zeitaufwendige Postversand der PIN-Briefe entfällt somit“, erläuterte Pschierer die Vorteile. Man arbeite zudem daran, den neuen Personalausweis auch für die Beantragung des Bundeselterngelds und für Meldebescheinigungen einzusetzen.

Pschierer sprach sich im Gespräch mit eGovernment Computing auch dafür aus, die Schriftformerfordernis auf den Prüfstand zu stellen. Viele Anträge und Verfahren ließen sich auch schon mit der eID-Funktion des neuen Personalausweises rechtssicher abwickeln. Die qualifizierte Signatur brauche es in vielen Fällen nicht. Auch so ließen sich Hindernisse bei der Einführung abbauen.

Bayern wird darüber hinaus seinen Bürgern eine Vielzahl von Daten auf einer eigenen Open-Data-Plattform zur Verfügung stellen. Ziel sei es, einerseits das gestalterische Engagement der Bürger zu nutzen und andererseits das Vertrauen der Bevölkerung in das staatliche Handeln zu stärken. Insbesondere solle hier das staatliche Handeln transparent gemacht werden. Dazu Pschierer: „Dabei ist nicht die Datenmenge entscheidend, sondern die die Verwertbarkeit für Bürger und Unternehmen. Dazu werden wir die bereits in Bayern vorhandenen Open-Data-Angebote auf unserem Verwaltungsportal in geeigneter Weise zusammenführen und das Thema Open Data auch auf der Bund-Länder-Ebene entsprechend vertreten“.

Jede Kommune hat ein genaues Verzeichnis ihrer Straße und Wege. Welcher Provider wo, welches Netz zur Verfügung stellt oder wo welche Bandbreiten zur Verfügung stehen, ist dagegen oft weniger klar. Geodaten könnten hier Abhilfe schaffen. Mit dem neuen Geodaten-Portal, das Pschierer am 3. März auf der CeBIT freischalten wird, ist Bayern diesem Ziel ein großes Stück näher gekommen.

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