Personalwechsel Christian Rupp wird CDO bei PROSOZ Herten

Autor: Manfred Klein

Nach einem relativ kurzen Intermezzo bei der Lübecker MACH AG wechselt der ehemalige Exekutivsekretär der österreichischen Bundesregierung, Christian Rupp, zum eGovernment-Anbieter PROSOZ. Damit haben mit dem PROSOZ-Geschäftsführer Arne Baltissen bereits zwei ehemalige MACH-Mitarbeiter wichtige Positionen in Herten übernommen.

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Der eGovernment-Anbieter PROSOZ will sein Geschäft mit den Kommunen ausbauen
Der eGovernment-Anbieter PROSOZ will sein Geschäft mit den Kommunen ausbauen
(© tomertu – stock.adobe.com)

Christian Rupp hat die Funktion des des Chief Digital Officer (CDO) beim Spezialisten für kommunale IT am 1. Januar übernommen. Bei PROSOZ Herten heißt es dazu: „Der Wirtschaftsinformatiker entwickelte bereits für mehr als zehn Staaten weltweit nationale Digitalstrategien. In seinen Funktionen als Sprecher des Digitalen Österreich und Exekutivsekretär der österreichischen Bundesregierung führte er das Land innerhalb von drei Jahren von Platz 13 auf Platz 1 des europäischen eGovernment-Rankings. Auch in seiner Rolle als Mr. Digitalisierung bei der Wirtschaftskammer Österreich hat er im kommunalen Umfeld entscheidende Entwicklungen auf den Weg gebracht und begleitet“.

„Als ausgewiesener internationaler Experte für digitale Transformation, Open Data, Smart City und eGovernment wird er unseren Kunden und uns selbst als Impulsgeber zur Seite stehen“, blicken Leslie Czienienga und Arne Baltissen, Geschäftsführung von PROSOZ Herten, voraus.

„Wir freuen uns, dass wir mit Christian Rupp einen der Top-5-Experten für digitale Verwaltung in Europa zu uns an Bord holen konnten. Er wird mit seiner Erfahrung maßgebliche Beiträge zur digitalen Transformation des kommunalen Verwaltungshandelns in Deutschland liefern.“

Mit der Umsetzung des Online-Zugangsgesetzes, der Registermodernisierung und EU-Verordnungen wie das Single Digital Gateway oder zur elektronischen Identifizierung kommen in den nächsten Monaten viele komplexe Herausforderungen auf die Kommunen in Deutschland zu. Diese Anforderungen sind nicht nur technischer Natur, sondern bedeuten eine tiefgreifende Transformation der Arbeitskultur.

Christian Rupp dazu: „Die Kommunen müssen die Digitalisierung als Chance verstehen und eine ganzheitliche Smart City-, eGovernment- und Open-Data-Strategie verfolgen. Dabei gilt es, neue digitale Technologien wie Künstliche Intelligenz, elektronische Identitäten, Blockchain oder Cloud zur Unterstützung einzusetzen. Der Mensch ist in seiner Kommune verankert und erwartet nicht nur in Zeiten von Covid-19 eine digitale kundenorientierte Verwaltung und ein umfassendes Verwaltungsangebot per Mausklick. Auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Öffentlichen Verwaltung arbeiten immer mehr in einem hybriden Modell und müssen sich erst ihren digitalen Arbeitsplatz gestalten.“

Die Einrichtung der neuen Funktion geht einher mit der Schaffung eines neuen Geschäftsfelds Digitale Verwaltung, dessen Leitung Thorben Ehlers übernimmt, der von der SAP Deutschland SE & Co. KG nach Herten wechselt. Mit dieser Aufstellung ist PROSOZ Herten zukünftig noch breiter in der Lage, die Digitalisierung der Kommunalverwaltungen zu unterstützen.

Die MACH AG hat den Wechsel mit folgenden Aussagen kommentiert: „Christian Rupp hat den öffentlichen Bereich in Deutschland sichtbar digitaler gemacht“, würdigt Rolf Sahre, Vorstandsvorsitzender der MACH AG, die Leistungen des eGovernment-Experten. Mit seiner Erfahrung und neuen Impulsen entwickelte Christian Rupp auch die Innovationsstrategie der MACH AG wesentlich weiter. Er baute die Bereiche Digitalisierungsberatung, Auslandsgeschäft und das Joint Innovation Lab (JIL) in Kooperation mit der Universität zu Lübeck federführend und erfolgreich auf.

Der scheidende CIO habe MACH und das JIL in Deutschland und Europa ins Rampenlicht gerückt – zuletzt durch die Organisation der High-Level Konferenz der Digitallabore im Rahmen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft. Die Pionierarbeit, die Christian Rupp beim Aufbau des Joint Innovation Labs leistete, liefere heute die Grundlage, um die Kooperation mit der Universität zu Lübeck bei der Entwicklung und Verprobung von Prototypen sowie neuen Lösungen rund um die Verwaltungsthemen von morgen fortzusetzen. Hervorzuheben sei außerdem seine Leistungen als Projektleiter des OZG-Beratungsprojektes mit dem bayerischen Staatsministerium für Digitales sowie als treibende Kraft beim Thema Smart City in Schleswig-Holstein.

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