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Zentraler Baustein der IT-Sicherheit CERT-rlp zeigt Hackern im eGovernment die Rote Karte

| Redakteur: Manfred Klein

Rheinland-Pfalz hat in der Landesverwaltung eine IT-Sicherheits-Task-Force etabliert. Diese ist in Notfällen – wie etwa bei Cyberangriffen – schnell, effizient und umfassend handlungsfähig. Das sogenannte CERT-rlp, das Computer Emergency Response Team Rheinland-Pfalz, ist ein zentraler Baustein zur Abrundung der IT-Sicherheitsstrategie des Landes.

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Staatssekretärin Heike Raab will durch den Schutz der Landesnetze die Handlungsfähigkeit des Landes gewährleisten
Staatssekretärin Heike Raab will durch den Schutz der Landesnetze die Handlungsfähigkeit des Landes gewährleisten
( Archiv: Vogel Business Media )

„Angesichts der steigenden Bedrohung durch kriminelle Angriffe auf Datennetze, ist dies ein weiterer wichtiger Schritt, solchen Machenschaften energisch entgegenzutreten und die Handlungsfähigkeit des Landes zu gewährleisten“, sagte Innenstaatssekretärin Heike Raab zum offiziellen Start des Zentrums.

Angesiedelt ist die zentrale Kopfstelle des CERT-rlp im Landesbetrieb Daten und Information (LDI) und von dort aus mit der gesamten Landesverwaltung vernetzt. Neben Information, Beratung und Unterstützung ist die Hauptaufgabe der CERT-Kopfstelle die landesweite Koordination von Gegenmaßnahmen bei einem ressortübergreifenden IT-Angriff. Bei der Abwehr eines solchen Angriffs arbeitet das CERT mit den dezentralen Sicherheitsteams aller Ressorts zusammen.

Das CERT-rlp ist der dritte Schritt innerhalb der modular aufgebauten IT-Sicherheitsstrategie der Landesregierung. Eine gemeinsame zentrale Informationsplattform zur IT-Sicherheit ist bereits seit September 2009 freigeschaltet. Dort können alle im rlp-Netz arbeitenden Mitarbeiter der Landesverwaltung allgemeine Informationen zur IT-Sicherheit abrufen. Ein geschützter Bereich ist ausschließlich für die IT-Sicherheitsbeauftragten zugänglich.

Am Anfang stand der Ausbau der zentralen Sicherheitsarchitektur in der Landesverwaltung. Wichtiger Bestandteil war etwa die Einrichtung von Redundanzen für kritische Anwendungen und sensible Lokationen, um im Katastrophenfall Datenverlust zu verhindern.

Die Staatssekretärin sieht das Land damit gut gerüstet: „IT-Sicherheit ist ein strategisches Thema in Verwaltungen und Unternehmen. Ohne IT-Unterstützung sind diese Organisationen heute nicht mehr funktionsfähig. Wir haben dies frühzeitig erkannt und uns konsequent gewappnet. So zeigen wir Angreifern auf unser Netz erfolgreich die rote Karte.“

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