Anforderungen an Netzwerke im öffentlichen Bereich

Campus-Netz unter Druck

| Autor / Redakteur: Frank Kölmel / Susanne Ehneß

Studenten und Uni-Mitarbeiter wechseln nahtlos vom Desktop- zum Online-Zugriff
Studenten und Uni-Mitarbeiter wechseln nahtlos vom Desktop- zum Online-Zugriff (Bild: Brocade)

Endanwender erwarten die Verfügbarkeit von Diensten – immer und überall, zuverlässig und mit Höchstleistung. Das gilt auch und vor allem für Mitarbeiter in öffentlichen Institutionen, Studenten und Dozenten auf dem Universitäts-Campus, aber auch für das Klinikpersonal in den Krankenhäusern. Sie wechseln heute nahtlos von Desktop zu Online-Zugriff und zurück.

Ein Campus-Netz ist eine wichtige Komponente im Netzwerk und der Infrastruktur einer Organisation. Es verbindet Endanwender mit Servern – wired und wireless. Mehr mobile Geräte, mehr Datenübertragung durch Streaming Media oder Cloud Dienste plus die Virtualisierung von Desktops setzen gerade diesen Teil des Netzes unter gewaltigen Druck. Vor allem Online-Collaboration-Applikationen benötigen typischerweise viel Bandbreite und Quality-of-Service.

Wie aber unterstützt man alle diese Geräte und Anwendungen und bewältigt die Datenflut, ohne die Kontrolle über die IT-Infrastruktur zu verlieren? Werfen wir einen Blick auf die Anforderungen an ein Campus-Netzwerk im öffentlichen Sektor:

  • Es muss neue Netzwerk-Dienste und Anwendungen unterstützen. Konkret heißt das, dass Layer-3-Dienste wie Virtual Router Forwarding, Tunneling, Multicast Video Streaming oder IPv6 durchgängig verfügbar sein müssen.
  • Es muss einfach umsetzbar sein, also ohne dass ein Administrator jedes Gerät prüfen oder neu konfigurieren muss.
  • Es sollte keine übermäßigen Investitionen voraussetzen. Es ist zumeist nicht machbar, die gesamte Netzwerk-Infrastruktur zu ersetzen, um den aktuellen Anforderungen zu entsprechen.
  • Es bedarf eines einfachen, automatisierten Managements, denn sonst stoßen Teile der öffentlichen Einrichtungen schnell an ihre personellen und finanziellen Grenzen oder müssten Abstriche bei Sicherheit und Verfügbarkeit machen, was im öffentlichen Sektor keinesfalls möglich ist.
  • Die Netzwerkmodule müssen in jedem Fall für die strengen Anforderungen von Regierungsstellen und Einrichtungen der Öffentlichen Hand konzipiert sein und über die jeweiligen Zertifizierungen verfügen.
  • Das Netzwerk muss Cloud-fähig sein, denn immer mehr Organisationen nutzen Cloud-Dienste – und das betrifft das Campus-Netz direkt.
  • Nichts geht ohne Zuverlässigkeit. Ein Campus-Netz ist extrem wichtig und braucht eine fehlertolerante und leistungsstarke Netzwerkarchitektur, die berücksichtigt, dass auch Front-Office-Anwendungen auf dem Netz laufen.
  • Das Netzwerk muss offen sein für kommende Technologien und Funktionalitäten. Bedingt durch die hohen Nutzungszeiten im öffentlichen Sektor – zwischen sieben und zehn Jahren – ist das ein wesentlicher Punkt. Hier wird Software Defined Networking (SDN) ein wichtiger Baustein sein.

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