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Bundesverwaltungsamt BVA startet eGovernment-Strategie für die kommenden zehn Jahre

| Redakteur: Manfred Klein

Das Bundesverwaltungsamt (BVA) erhöht die Schlagzahl in Sachen Verwaltungsmodernisierung. Mit einer langfristig angelegten Strategie soll die Behörde fit gemacht werden für die sich anbahnenden Veränderungen in Politik, Gesellschaft und Technik. Zentrale Punkte der Strategie sind eGovernment und Informationstechnologie.

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eGovernment, Personalentwicklung und Dienstleistungen sollen Hand in Hand gehen
eGovernment, Personalentwicklung und Dienstleistungen sollen Hand in Hand gehen
(Foto: © S.John - Fotolia.com)

Der Präsident des Bundesverwaltungsamtes, Christoph Verenkotte, zu den Zielen der Strategie: „Wir arbeiten als Bundesverwaltungsamt für die gesamte Bundesregierung, wir sind die zentrale Dienstleistungsbehörde. Deshalb wird von uns eine hohe Flexibilität und eine besondere Bereitschaft zur fortlaufenden Veränderung und Innovation erwartet. Veränderungen ergeben sich für die Öffentliche Verwaltung unter anderem auch durch äußere Rahmenbedingungen, insbesondere durch Einflüsse aus Politik und Wirtschaft, durch die finanzielle Situation des Staates und gesellschaftliche sowie technologische Entwicklungen.“

„Mir ist wichtig, dass wir als einzigartige Bundesbehörde gut aufgestellt sind. Wir müssen nicht nur angemessen auf die anstehenden Veränderungen reagieren können, sondern wollen auch selbst bestimmen, wo wir in fünf bis zehn Jahren stehen. Aus diesem Grund haben wir eine neue Hausstrategie erarbeitet. Wir müssen uns jetzt ausrichten, um unsere Zukunft aktiv zu gestalten. Mit der neuen BVA-Strategie werden die notwendigen Weichenstellungen vorgenommen.“

In der Strategie heißt es dazu selbstbewusst: „In den Ministerien werden Verwaltungsmodelle und Möglichkeiten der Modernisierung auf abstrakt-strategischer Ebene diskutiert. Das BVA will Vorreiter und Modell für die praktische Umsetzung einer Modernisierung sein. In diesem Zusammenhang ist die Beratungskompetenz des BVA auszubauen und die Angebotsfähigkeit zu verbessern.“

Die im Haus aufgebauten Ressourcen zur Organisations-, Prozess- und IT-Beratung sollen daher weiter ausgebaut werden. Ziel der Bemühungen: Das BVA soll auch gegenüber privaten Beratungsangeboten zur ernsthaften Alternative werden. Und das sowohl hinsichtlich der Kapazität wie auch der Qualität der Angebote.

Für den Bereich der besonders wichtigen IT-Dienstleistungen formuliert das Strategie-Dokument: „Klassisches Verwaltungshandeln wird zunehmend automatisiert und online verfügbar sein müssen, sodass ein neues Grundverständnis gilt: Künftig wird nicht Verwaltung von IT unterstützt, vielmehr wird Verwaltung nur noch durch IT funktionieren. Die Verbindung aus fachlicher und informationstechnischer Kompetenz wird dabei immer mehr zur Schlüsselqualifikation, mit anderen Worten: Verwaltung ist IT.“

Und: „Unsere IT-Leistungen haben einen fachlichen Fokus auf die Geschäftsprozesse der Kundenbehörden. Wir wollen neue Technologien rechtzeitig erschließen und damit einen Mehrwert für die fachliche Aufgabenwahrnehmung leisten. Die Sourcing-Strategie für den IT-Betrieb werden wir weiterentwickeln und den Anteil externer IT-Betriebsleistungen bedarfsgerecht ausbauen, ohne die Steuerungsfähigkeit zu verlieren.“

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