SAS Forum Deutschland in Münster

Business Intelligence erobert (langsam) die Verwaltungen

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Zwang zur Transparenz

Und auch Geschäftsführer Wolf Lichtenstein sah eher noch Zurückhaltung bei den Behörden: „Weltweit ist die Öffentliche Verwaltung der zweitstärkste Bereich für BI-Lösungen.“ Doch in Deutschland könne er noch keine BI-Welle ausmachen.“

Das wird sich aber in naher Zukunft wohl ändern, erwarten die Experten. Denn aus der EU kommt offenbar verstärkt ein „Zwang zur Transparenz“. So sei von der EU die Veröffentlichung von Fördermitteln aus europäischen Programmen angeordnet werden. Da dies eine EU-Vorgabe sei, gelte sie für alle Bundesländer. Doch der Wille zur Zusammenarbeit sei offenbar dennoch nicht sehr ausgeprägt. Ein gemeinsames BI-Kompetenz-Center, wie es in Teilen der Wirtschaft realisiert werde, sei bisher nicht in Sicht.

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Hindernisse für BI-Lösungen in der Verwaltung seien oftmals Datenschutz und Ressort-Egoismen:

  • Datenschutz, weil auch BI-Lösungen Daten nur für diejenigen Zwecke verwenden dürfen, für die sie gesammelt wurden.
  • Ressortegoismen, weil etliche Behörden „unsere Daten“ nicht preisgeben wollten.

Dabei zeigten die Fachvorträge auf, wie hilfreich BI für Behörden sein kann, was das breite Spektrum der Vorträge unter Beweis stellte:

  • Datenintegration: „Green IT in der Öffentlichen Verwaltung“ (Jürgen Wengorz, SAS),
  • Standardisierung: „Informationsmanagement in der Öffentlichen Verwaltung“ (Jon Abele, BearingPoint),
  • Haushaltswesen: „Paradigmenwechsel Doppik“ (Hans Wilhelm Krefeld, Komsult, und Jan-Erik Schmidt, SAS),
  • Effizienzsteigerung: „Citizen Relationship Management“ (Dr. J. von Lucke, Fraunhofer FOKUS), „Risikoanalyse“ (Monika Böhm, Agrarmarkt Austria) und „Public Shared Services“ (Paola Lepronie, CSI Piemonte),
  • Zukunftsorientierung: „Nachhaltige Verwaltungsmodernisierung“ (Jon Abele) und „Innovationen in der Praxis (Andreas Nold).

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