Neuer Studiengang

Bundeswehr München baut Cyber-Forschungszentrum

| Autor: Ira Zahorsky

Gaben den Aufbau des größten Cyber-Forschungszentrums bekannt: MdB Florian Hahn, Präsidentin Prof. Merith Niehuss, Prof. Gabi Dreo Rodosek, Prof. Klaus Buchenrieder
Gaben den Aufbau des größten Cyber-Forschungszentrums bekannt: MdB Florian Hahn, Präsidentin Prof. Merith Niehuss, Prof. Gabi Dreo Rodosek, Prof. Klaus Buchenrieder (Bild: Universität der Bundeswehr München)

Die Cyber-Abwehr ist für die nationale Sicherheit von großer Bedeutung. Die Bundeswehr-Universität in München stellt deshalb für die Forschung neues Personal ein und baut an.

Im Rahmen des Aufbaus eines neuen Organisationsbereiches Cyber- und Informationsraum (CIR) der Bundeswehr wird in den nächsten Jahren auf dem Campus der Universität der Bundeswehr München ein neues bundesweit einzigartiges Cyber-Cluster entstehen sowie ein neuer internationaler Master-Studiengang „Cyber-Sicherheit“ etabliert.

„Ich freue mich über diese Entwicklung. Wir setzen in Forschung und Lehre auf die Zukunft. Und das ist auch strategisch gesehen der Cyber-Raum. Er beherrscht mit all seinen Chancen und Risiken bereits heute unser Leben privat wie beruflich“, erklärt die Präsidentin der Universität der Bundeswehr München Prof. Merith Niehuss.

Zusätzliches Personal

Bereits im Sommer 2016 werden elf neue W3-Professuren ausgeschrieben. Die neuen Professoren sollen dann von 67 wissenschaftlichen Mitarbeitern, Technikern und Verwaltungsangestellten unterstützt werden. Dazu kommen weitere rund 200 wissenschaftliche Drittmittel-Mitarbeiter. „Wir auf dem Campus einen Neubau errichten, der technisch und architektonisch den höchsten Anforderungen entspricht“, so Prof. Klaus Buchenrieder, Dekan der Fakultät für Informatik. Der Neubau soll über 7.000 m² groß sein und diverse Laboratorien für Cyber-Sicherheit beinhalten (u. a. für digitale Forensik, Malware-Analyse, Cyber-Lagebild). Der neue Master-Studiengang soll im Januar 2018 mit zunächst 70 Studierenden starten.

Forschung par excellence

Das von der Universität der Bundeswehr München bereits eingerichtete Forschungszentrum CODE (Cyber Defence) stellt einen geeigneten Nukleus als Forschungsschwerpunkt für die Cyber-Verteidigung dar. Es bündelt die Innovationskompetenzen von Forschungsinstitutionen, Unternehmen und Providern sowie ziviler und militärischer Cyber-Sicherheit.

Strategisch hat Prof. Gabi Dreo Rodosek, Direktorin des Forschungszentrums CODE, für das Cyber-Cluster konkrete Vorstellungen. Neben der Bündelung vorhandener Innovationskompetenzen soll sich das Cluster mit exzellenter Forschung profilieren. Dazu gehört auch die entsprechende Infrastruktur, die eine Grundlagen- und anwendungsorientierte Forschung auf hohem Niveau ermöglicht. Ferner die anwenderbezogene Entwicklung von Sicherheitstechnologien und Produkten, der Aufbau von Innovation Labs und die Förderung von Unternehmens-gründungen.

Die Forschung wird auf fünf Säulen stehen:

  • Cyber Defence
  • Smart Data
  • Mobile Security
  • eHealth
  • Schutz kritischer Infrastrukturen
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