Kein Witz: Reservisten sollen IT-Projekt „Herkules“ retten

Bundeswehr-IT: Befehle ausdrucken und faxen

09.08.2009 | Redakteur: Gerald Viola

Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung: Kein Spaß mit Herkules
Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung: Kein Spaß mit Herkules

433 Reservisten sollen das Bundeswehr-Vorzeigeprojekt „Herkules“ retten. Das Bundesverteidigungsministerium bestätigte, dass „Reservisten mit entsprechendem Wissen“ angeschrieben worden seien.

Zuvor hatte der „Spiegel“ vorab berichtet, dass das Projekt „Herkules“ auf ein Desaster zusteuere. Die BWI IT (ein Unternehmen von IBM, Siemens und dem Bund) könne das vertraglich fixierte Versprechen nicht halten, der Bundeswehr bis Ende kommenden Jahres 300.000 neue Telefone, 140.000 neue Computer und ein schnelles Datennetz zu liefern.

Das Ministerium nannte dies eine einseitige Bewertung: Zwar gebe es in einigen Bereichen Verzögerungen und finanzielle Engpässe, in anderen Bereichen seien die Ziele aber erreicht worden.

Ein Problem laut „Spiegel“ ist, dass eine Fernmeldezentrale in Süddeutschland zwar mit neuen Rechnern ausgestattet wurde, die Befehle oder Informationen schnell aufnehmen können. Die Soldaten müssten die Informationen allerdings ausdrucken, um sie dann über Faxgeräte an rund hundert nachgeordnete Stellen zu verteilen, weil der Aufbau der Datennetze an den Standorten der Bundeswehr bisher nicht vorankomme.

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