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Website von Bundesinnenminister Friedrich geclont Bundesüberwachungsministerium.de verärgert das BMI

Redakteur: Gerald Viola

Zwei Tage lang amüsierten sich nicht nur Bundesbedienstete köstlich über die Website Bundesüberwachungsministerium.de, die der Originalseite des Bundesinnenministeriums perfekt nachempfunden worden war. Der Website-Schöpfer, ein Linux-Systemadministrator aus Bonn, konnte allerdings die Behörde selbst nicht so recht amüsieren.

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( Archiv: Vogel Business Media )

Da war aus der Einladung zum Tag der offenen Tür ins Ministerium („Mit Sicherheit gute Unterhaltung) plötzlich „Mit Totalüberwachung gute Unterhaltung. Zwei Tage lang haben interessierte Besucherinnen und Besucher Gelegenheit, sich einer Führung durch das Haus anzuschließen und einen Blick in die Arbeitsbereiche des für die Totalüberwachung in Deutschland zuständigen Ministers und seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu werfen.

Und Innenminister Dr. Hans-Peter Friedrich wurde als „Der Bundesüberwachungsminister im Profil“ vorgestellt. Die Einweihung des neuen THW-Zentrums in Stuttgart war auf der Website des „Bundesministerium der Überwachung“ mit „Volksverdummung/Krisenmanagement“ überschrieben.

Das Top-Schlagwort hatte der Satiriker aus der Bundesstadt übrigens nicht ändern müssen. Auch im Original steht „Vorratsdatenspeicherung“ an erster Stelle.

Seit heute Mittag ist die Website übrigens wieder offline. Stattdessen erscheint die Meldung: „FEHLER: Es gibt noch kein Bundesueberwachungsministerium.“ Das Bundesinnenministerium: „Das BMI hat eine Rechtsanwaltskanzlei mit der Prüfung der Rechtslage und der Wahrung seiner Interessen beauftragt.“

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