Digitalisierung im Gesundheitsbereich

Bundestag diskutiert über Gesundheits-App

| Autor: Ann-Marie Struck

Gesundheits-Apps: Smarte Helfer oder doch Sicherheitslücke?
Gesundheits-Apps: Smarte Helfer oder doch Sicherheitslücke? (Bild: arrow - stock.adobe.com)

In einem Expertengespräch hat sich der Gesundheitsausschuss des Bundestages mit Gesundheits-Apps befasst. Gemeinsamer Tenor war, dass digitale Anwendungen einen großen Nutzen für Patienten haben könnten, etwa in der Prävention.

In einem weiteren Punkt sind sich die Mitglieder des Gesundheitsausschusses ebenfalls einig: die Vorteile für den Nutzer, insbesondere bei der Prävention. Der Bundesdatenschutzbeauftragte Ulrich Kelber betont die Vorteile der Digitalisierung im Gesundheitsbereich. Voraussetzung für das Gelingen der Anwendungen sei jedoch das Vertrauen der Patienten.

Kritisch diskutiert wurde der bis jetzt unregulierte Markt und das (internationale) umfassende Angebot in diesem Bereich. Ursula Kramer von der Bewertungsplattform HealthOn merkte daher an, dass ein pragmatisches Prüfsystem nötig sei und darüber hinaus die digitalen Kompetenzen der Verbraucher gestärkt werden müssten. Nutzer müssten in die Lage versetzt werden, Apps kompetent auszuwählen. Laut Kramer sei es bislang schwer an Informationen zu kommen, zudem kämen die weitaus meisten Apps aus dem Ausland.

Einen weiteren Diskussionspunkt bildete die Datensicherheit. Martin Tschirsich, Sicherheitsanalytiker der Firma Modzero sieht die Sicherheit von Gesundheits-Apps kritisch, da viele massive Schwachstellen aufweisen. Plattformen könnten unterwandert und die Daten ausgelesen werden. Er rät daher zu einer Verpflichtung der Hersteller für mehr Sicherheit und schlägt eine Produkthaftung vor.

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