Vorgabe des eGovernment-Gesetzes

Bundesnetzagentur stellt auf eAkte um

| Redakteur: Ira Zahorsky

Bislang werden bei der Bundesnetzagentur Geschäftsvorgänge noch weitgehend papiergebunden bearbeitet. Das soll sich nun ändern
Bislang werden bei der Bundesnetzagentur Geschäftsvorgänge noch weitgehend papiergebunden bearbeitet. Das soll sich nun ändern (Bild: Pixabay/gemeinfrei / CC0)

Die Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen in Bonn wird in den kommenden Monaten die elektronischen Aktenführung einführen. Das Auftragsvolumen beträgt rund 3,5 Millionen Euro.

Die Bundesnetzagentur ist eine Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie und setzt mit diesem Projekt die Vorgaben des eGovernment-Gesetzes, das die Einführung einer digitalen Aktenführung für Bundesbehörden ab 2020 vorsieht, um. Das Projekt „eAkte“ soll die weitgehend papiergebundene Bearbeitung von Geschäftsvorgängen in der Behörde ablösen.

Neben der klassischen Korrespondenz per Post werden Dokumente in der Bundesnetzagentur auch über elektronische Verfahren und Schnittstellen erzeugt, bearbeitet, gespeichert und ausgetauscht. Die verschiedenen Aufgaben der Bundesnetzagentur werden zudem durch spezifische Fachanwendungen unterstützt. Hierbei handelt es sich meist um Individualsoftware oder angepasste Standardsoftware. All diese unterschiedlichen Systeme und Verfahren gilt es, bei der eAkte-Einführung zusammenzuführen und unter einem Dach zu integrieren. Besonderes Augenmerk kommt dem wichtigen Thema Rechtssicherheit der elektronischen Aktenführung zu, da die Bundesnetzagentur Fachaufgaben betreut, die eine hohe rechtliche Verfahrenssicherheit erfordern.

In einem ersten Schritt soll die elektronische Aktenführung (eAkte) in der „Abteilung 8 Netzausbau“ der Bundesnetzagentur eingeführt werden, die für die Umsetzung des „Netzausbaubeschleunigungsgesetzes Übertragungsnetz (NABEG)“ verantwortlich ist. Das NABEG dient als Grundlage, um den Ausbau der Höchstspannungsleitungen bundesweit zu beschleunigen und das Stromnetz effizient und umweltverträglich für die geplante Energiewende auszubauen. Bis April 2018 soll die eAkte in den Wirkbetrieb überführt und anschließend in weiteren Abteilungen, Beschlusskammern, Stäben und Referaten der Behörde zum Einsatz kommen.

Die beauftragte Bietergemeinschaft aus Adesso und TechTalk wird dazu in den nächsten zwölf Monaten ihre Kenntnisse auf dem Gebiet der Entwicklung, Einführung und dem Betrieb komplexer Softwareprojekte bündeln. Der Hersteller Rubicon IT GmbH bringt als Subdienstleister das Dokumentenmanagement-System Acta Nova mit an Bord. Der Auftrag umfasst auch die Bereitstellung erforderlicher Lizenzen sowie Dienstleistungen, Pflege und Support für vier Jahre mit einer Option zur Verlängerung um weitere zwei Jahre.

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