Dobrindt will Innovationsführer beim digitalen Bauen werden

Bundesminister legt Masterplan Bauen 4.0 vor

| Redakteur: Manfred Klein

Nie wieder Flughäfen, die nicht fertig werden, oder Großbaustellen, die jeden Kostenrahmen sprengen
Nie wieder Flughäfen, die nicht fertig werden, oder Großbaustellen, die jeden Kostenrahmen sprengen (Bild: © Paul Vinten – Fotolia.com)

SimCity erobert die Verwaltung. Durch den Einsatz digitaler Planungsmethoden sollen große Infrastrukturprojekte künftig ihre Schrecken verlieren. Dazu hat das Bundesverkehrsministerium (BMVI) jetzt einen Masterplan zur Digitalisierung der Bauplanung vorgelegt.

Schneller, effizienter, kostengünstiger: Bundesminister Alexander Dobrindt hat einen Masterplan Bauen 4.0 vorgelegt, um den Einsatz der digitalen Planungsmethode Building Information Modeling (BIM) voranzutreiben. Anlass für die Vorstellung des Masterplans ist das zweite Zukunftsforum zur Digitalisierung des Bauens im BMVI – mit rund 350 Experten aus Bauwirtschaft, Wissenschaft und Technik.

Dazu Dobrindt: „Mit BIM lassen sich Dauer, Kosten und Risiken großer Bauprojekte in erheblichem Umfang reduzieren. Unser Ziel ist es, Innovationsführer beim digitalen Bauen zu werden. In Zukunft soll in Deutschland der klare Grundsatz gelten: Erst digital, dann real bauen. Mein Ministerium geht dabei voran: Wir machen BIM bis 2020 zum Standard bei neuen Verkehrsinfrastrukturprojekten.“

Der Masterplan Bauen 4.0 von Minister Dobrindt umfasst fünf Punkte:

  • 1. Erprobung von BIM auf allen Verkehrsträgern: Das BMVI startet 20 weitere BIM-Pilotprojekte auf Schiene, Straße und Wasserstraße und investiert dafür insgesamt 30 Millionen Euro.
  • 2. Pilotprojekte zum Einsatz von Drohnen: Unbemannte Flugsysteme können Baufelder deutlich präziser, schneller und kostensicherer vermessen als herkömmliche Methoden. Dies soll in neuen Projekten erprobt und in den BIM-Standard für 2020 aufgenommen werden.
  • 3. Start einer BIM-Cloud: Die Verfügbarkeit von Daten zu Eigenschaften von Materialien kann das digitale Bauen massiv beschleunigen. Diese Daten sollen in einer BIM-Cloud bereitgestellt werden.
  • 4. Einrichtung eines nationalen BIM-Kompetenzzentrums. Um die Umsetzung von BIM in allen Bereichen weiter voranzutreiben, sollen die Erkenntnisse und Erfahrungen zum Einsatz der digitalen Planungsmethode in einer neuen, zentralen Anlaufstelle gebündelt werden.
  • 5. Gründung eines Construction Cluster. Wertschöpfung entsteht dort, wo Innovationen entwickelt, erprobt und eingesetzt werden. Ein BIMExzellenzcluster soll deshalb einen funktionierenden Wissenstransfer zwischen Hochschulen und Wirtschaft gewährleisten.
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Das hört isch gut an. SimCity sollte jeder Bürgermeister schon gespielt haben. Ich habe das früher...  lesen
posted am 25.01.2017 um 09:52 von woksoll


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