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Difu-Studie ServiceStadt Berlin

Bundeshauptstadt bekennt sich zum Service-Gedanken

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Was bedeutet das Ihrer Meinung nach für Berlin?

Schneider: Für Berlin erlaubt die Studie eine Standortbestimmung. Außerdem wird der Fahrplan für die erforderlichen Veränderungen in den nächsten zehn Jahren deutlich. Ein ganz wichtiges Ergebnis des Forschungsvorhabens ist es auch, dass damit die Diskussion über Veränderungsmaßnahmen wichtige Anregungen und Argumente erhält. Die speziell für die Studie entwickelte Herangehensweise ist in der Reformlandschaft bisher einzigartig. Berlin nimmt damit eine besondere Stellung unter den in der Verwaltungsreform aktiven Städten ein.

Welche Rolle spielt in dem von Ihnen beschriebenen Prozess eGovernment?

Schneider: Das Thema eGovernment spielt im Rahmen der Untersuchung in zweierlei Hinsicht eine besondere Rolle. Zum einen gehört dieser Bereich zu den technologischen Entwicklungen, die als Rahmenbedingungen wichtigen Einfluss auf zukünftiges Verwaltungshandeln haben. Es gibt bereits heute oder zumindest in absehbarer Zeit die technischen Werkzeuge, um die Interaktion zwischen Bürgern sowie den Unternehmen und sonstigen Organisationen und der Verwaltung auf der Basis des Internet zu ermöglichen. Aufgrund der Erfahrungen, die die Nutzer mit den Online-Aktivitäten der privaten Wirtschaft sammeln, wächst auch die Anspruchshaltung gegenüber der Öffentlichen Verwaltung, Online-Dienste anzubieten. Damit stellt eGovernment auch den Weg zur Beantwortung verschiedener Fragen zur zukünftigen Leistungserbringung dar. Die Senatsverwaltung für Inneres und Sport hat diese Bedeutung erkannt und sich mit der Studie ServiceStadt Berlin 2016 beim 9. bundesweiten eGovernment-Wettbewerb von Bearingpoint und CISCO beworben. Die Juroren haben bestätigt, dass mit den Ergebnissen wichtige Ansätze für die Weiterentwicklung der Berliner eGovernment-Aktivitäten vorliegen und der Studie deshalb den zweiten Platz in der Kategorie „Zukunftsmodell Verwaltung 2030“ zuerkannt.

Welche Herausforderungen sehen Sie für das Projekt ServiceStadt Berlin in den kommenden Jahren?

Schneider: Im Rahmen des Senatsprogramms ServiceStadt Berlin gibt es eine Vielzahl aktuell laufender Projekte, die jedes für sich genommen wichtige Impulse für die zukünftige Ausgestaltung der Berliner Verwaltung, insbesondere in Bezug auf die Leistungserbringung gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern liefern. Eine besondere Herausforderung ist es dabei, die von uns geforderte Vernetzung untereinander, aber auch mit früheren Reformvorhaben zu gewährleisten. Wir selbst stellen uns aktuell der Aufgabe, unsere Untersuchungsergebnisse weiterzuentwickeln und für den Bezirk Marzahn-Hellersdorf nutzbar zu machen. Es geht dabei um die konkrete Umsetzung der von uns erarbeiteten Handlungsempfehlungen. Gelingt dies, sollen weitere Bezirke in den Veränderungsprozess einbezogen werden.

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