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Difu-Studie ServiceStadt Berlin

Bundeshauptstadt bekennt sich zum Service-Gedanken

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Welche Konsequenzen ergeben sich aus der Studie für Aufbau und Struktur der Berliner Verwaltungen und in welcher Art und Weise sollten diese Erkenntnisse in den Prozess der Verwaltungsreform einfließen?

Schneider: Die Studie ServiceStadt Berlin 2016 enthält Handlungsempfehlungen in Bezug auf die definierten Servicetypen, die beispielsweise das Wann, Wo und durch Wen der zukünftigen Leistungserbringung betreffen. Daraus lassen sich konkrete Maßnahmen bei Anpassungen einzelner Serviceangebote ableiten. Darüber hinaus wurden im Ergebnis der Studie 14 programmatische Handlungsfelder definiert, die eine übergreifende Einordnung der Projektergebnisse und eine ganzheitliche, strategische Perspektive ermöglichen. So konnte im Rahmen der Studie festgestellt werden, dass es im Land Berlin bereits eine Vielzahl innovativer Ansätze im Rahmen der Modernisierung der Öffentlichen Verwaltung gibt. Diese müssten jedoch viel stärker miteinander vernetzt werden. Vor dem Hintergrund der notwendigen Haushaltskonsolidierung ist außerdem eine politische Prioritätensetzung erforderlich. So wird beispielsweise empfohlen, sich besonders auf Maßnahmen zu konzentrieren, die einen Beitrag zur Haushaltsentlastung leisten können. Ein weiteres wichtiges Handlungsfeld ist dabei auch das Thema eGovernment. Die vorhandenen Ansätze sollten in einem Leitprojekt Strategisches eGovernment gebündelt und zur Chefsache erklärt werden.

Welche Rolle spielen dabei die vom Difu in der Studie erarbeiteten Handlungsempfehlungen?

Schneider: Für die Beantwortung der Fragestellungen der Studie waren eine Systematisierung der relevanten Rahmenbedingungen und die Erarbeitung eines Analyserasters erforderlich. Beides ist auch bei weiterführenden Überlegungen hilfreich. Die Handlungsempfehlungen zu den Servicetypen liefern konkrete Ansätze für Veränderungsmöglichkeiten oder –notwendigkeiten. Und die programmatischen Handlungsfelder helfen bei der Prioritätensetzung im Rahmen des anstehenden Veränderungsprozesses. Dabei ist es natürlich erforderlich, dass die Ansätze der Studie auf die konkreten Bedingungen beispielsweise in einem Berliner Bezirk oder eben auch in einer anderen Stadt heruntergebrochen werden. Durch die Verknüpfung mit bereits vorhandenen strategischen Überlegungen können sich daraus ganz neue Schwerpunkte ergeben.

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