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Elektronische Akte Bundesagentur für Arbeit schickt die Papierakte in Rente

Redakteur: Manfred Klein

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hat das Pilotprojekt zur elektronischen Akte in Sachsen-Anhalt erfolgreich abgeschlossen. Nächstes Projektziel: Die eAkte wird als IT-Basisdienst bundesweit für alle operativen Aufgaben eingeführt, um als digitales Abbild der Papierakte alle Dokumente gerichtsverwertbar und revisionssicher verfügbar zu machen.

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Bundesagentur für Arbeit schickt die Papierakte in Rente
Bundesagentur für Arbeit schickt die Papierakte in Rente
(SLX)

Nach der grundsätzlich erfolgreich verlaufenen sechsmonatigen Pilotphase im Bezirk der Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen und den Scan-Zentren in Halle und Berlin soll nun eine sukzessive bundesweite Einführung in drei Stufen erfolgen:

  • Aufschaltung der Agenturen der Regionaldirektionen Berlin-Brandenburg und Sachsen am 2. Juli
  • Aufschaltung der Agenturen der Regionaldirektionen Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und Rheinland-Pfalz-Saarland am 3. September
  • Aufschaltung der Agenturen der Regionaldirektionen Niedersachsen-Bremen, Nord und Nordrhein-Westfalen am 2. November

Zur Projektorganisation teilt die BA mit: „Die Flächeneinführung wird durch ein IT-unterstütztes Monitoring (IMo) über das Verfahren UniMog sowie über ein Rückstandsmonitoring begleitet. Dies sichert den AA, den RD und der Zentrale Transparenz über den aktuellen Umsetzungsstand sowie über mögliche Probleme der Einführung. Auf dieser Grundlage können Gegensteuerungsmaßnahmen auf allen beteiligten Ebenen rechtzeitig und wirksam getroffen werden, so dass eine Gefährdung des Gesamteinführungsprozesses vermieden werden kann. Einzelheiten hierzu werden gesondert getroffen.“

Im Einsatz werden alle Anwenderzugriffe zum Basisdienst eAkte über Berechtigungen gesteuert. Die Festlegungen dieser Berechtigungen soll im Rahmen eines Berechtigungskonzeptes erfolgen.

Medienberichten zufolge verspricht sich die BA von der Einführung der elektronischen Akte vor allem Kosteneinsparungen und effizientere Arbeitsabläufe. Die BA geht davon aus, mit dem System später jährlich einen dreistelligen Millionenbetrag zu sparen.

Zudem soll mit der Einführung der eAkte die Auskunftsfähigkeit der BA gegenüber ihren Kunden erheblich gesteigert werden. Sie soll ferner als Basisdienst für die Optimierung der Verwaltungsprozesse dienen und ist ein Bestandteil der Umsetzungsstrategie eGovernment.

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