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5 Jahre Verzögerung – unendliche Kosten – kein Ende in Sicht Bundesärztekammer soll elektronische Gesundheitskarte stoppen

| Redakteur: Gerald Viola

Die „Elektronische Gesundheitskarte“ bekommt stürmischen Gegenwind aus den Reihen offizieller Ärztevertreter aus dem ganzen Bundesgebiet. In einem offenen Brief kritisieren sie, dass die Bundesärztekammer trotz vieler gegenteiliger Abstimmungsergebnisse des Ärzteparlaments weiter das „in allen Tests gescheiterte Industrieprojekt“ unterstütze.

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Gesundheitskarte: „14 Milliarden Euro für veraltete Technik“
Gesundheitskarte: „14 Milliarden Euro für veraltete Technik“
( Archiv: Vogel Business Media )

Die „Elektronische Gesundheitskarte“ werde als angebliche Lösung für alle Probleme im Gesundheitswesen angeboten und verschlinge bis zu 14 Milliarden Euro für eine völlig veraltete Technik: „Seit 6 Jahren werden hier Milliarden investiert, ohne dass ein einziger Erfolg zu verzeichnen ist.“

Unabhängige IT-Spezialisten warnten aktuell vor gefährlichen Sicherheitslücken in der geplanten eCard-Infrastruktur. Mit Spionageprogrammen könnten sensible Krankheitsdaten ausgelesen werden. Das gehe auch aus einem aktuellen internen Bericht der Betreibergesellschaft hervor.

„Dieses Projekt setzt nicht an den brennenden Punkten der medizinischen Versorgung an, als da sind: Industrialisierung der Medizin, Verschlechterung der Weiterbildung junger Ärzte, Auswanderung der jungen Generation wegen der schlechten Arbeitsbedingungen nach der Ausbildung“, kritisieren die Ärztinnen und Ärzte. Das Geld für das „Gesundheitskarten“-Projekt würde im Übrigen dringend für eine gute Versorgung der Patientinnen und Patienten benötigt.

In dem offenen Brief an den langjährigen Präsidenten der Bundesärztekammer, Prof. Hoppe, werden der Vorstand und das in Kiel am 2. Juni neu zu wählende Präsidium aufgefordert, einen Kurswechsel in der Politik der Bundesärztekammer einzuleiten. Unterzeichner des Briefes sind eine Vielzahl von Funktionsträgern aus Kammern und Verbänden.

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