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eGovernment Summit 2012

Bundes-CIO Rogall-Grothe übernimmt Schirmherrschaft

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Tragfähige Geschäftsmodelle für Open Government

Kay Niederfahrenhorst von Net­App ergänzt: „Open Government ist auch für uns ein wichtiges Thema, da wir ein technologisch innovatives Unternehmen sind und hierfür mehrfach ausgezeichnet wurden. Akzeptanz und Zusammenarbeit der Bürger mit der Verwaltung sind nur über einfache, transparente, bürgerorientierte Zugänge möglich, hierfür müssen Regierung und Länder im gleichen Maße attraktive Web-Angebote und damit weitere Modernisierung und Vereinfachung der Verfahren und innovative Technologien bereitstellen. Hier erwarten wir eine intensive Zusammenarbeit der Öffentlichen Hand mit marktführenden IT-Unternehmen.“

Jürgen Huber von CA Technologies ergänzt zum Thema mobile eGovernment: „Neue Anwendungen müssen – sollen sie erfolgreich werden – standardisiert und einheitlich sein. Zudem müssen sie einfach zu bedienen und sicher sein.“

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Kay Uwe Claussen, Director Line of Business Government bei Citrix, meint dazu: „Open Government bedeutet für uns die Auflösung von silo­haftem und abgeschottetem Denken. Anwendungen und Daten sollten über die verschiedensten Plattformen hinweg bearbeitbar und nutzbar sein. Natürlich unter der Zugrundelegung der entsprechenden Sicherheit und Zugriffsrechte. Hierbei sind sicherlich noch Erweiterungen der BSI-Vorgaben zu erwarten, um den neuen technischen Möglichkeiten des Cloud Computing gerecht zu w­erden.“

Harald Lemke, Senior Vice President und Sonderbauftragter für eGovernment bei der Deutschen Post, eher kritisch:

  • „Open Government ist eine schöne Vision. Sind wir dafür wirklich bereit?
  • Hat unsere Verwaltung einen inneren Digitalisierungsgrad, der diese Vision unterstützt?
  • Hat die Verwaltungs-IT eine Architektur, die Open Government ermöglicht?
  • Haben wir über das Schlagwort hin­aus eine klare politische Zielsetzung, die hinreichend konkretisiert, was eigentlich geöffnet werden soll und welcher Wert daraus entsteht?
  • Haben wir die Ressourcen, solche Projekte über medienwirksame Pilotprojekte hinaus zu finanzieren?
  • Gibt es überhaupt belastbare Geschäftsmodelle für Open Government?
  • Und last but not least: Gibt es eine echte Bereitschaft der Verwaltung, sich zu öffnen und ihre Erkenntnisse und Informa­tionen öffentlich zu machen?

Ich erwarte daher vom Petersberger Gipfel auch eine ehrliche Analyse, in der diese Fragen geklärt werden.

Ich vermute, dass diese Analyse zum Ergebnis kommt, dass wir noch große Anstrengungen vor uns haben, um den Digitalisierungsgrad der Verwaltung und die Akzeptanz von eGovernment bei den Bürgern signifikant zu erhöhen. Wenn Open Government hilft, dem eGovernment neue Impulse zu geben – gut.

Wenn ohnehin knappe Ressourcen und politische Aufmerksamkeit im „klassischen“ IT-Bereich abgezogen werden, um im Open Government medienwirksame Schaufensterprojekte zu machen, setzen wir die Prioritäten falsch.“

Fazit

So steht auch für dieses Jahr zu erwarten, dass sich der eGovernment Summit auf dem Bonner Petersberg wieder einmal als wichtiger Impulsgeber für Politik und Verwaltung erweisen wird, wie es Horst Robertz formulierte. Man kann der Schirmherrin, Staatssekretärin Cornelia R­ogall-Grothe, zustimmen: „Ich freue mich vor dem Hintergrund dieser spannenden Thematik auf den eGovernment Summit und die vielfältigen Gelegenheiten zur Diskus­sion und zum Meinungs- und Erfahrungsaustausch mit Ihnen!“

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